Frauen im Filmbereich | 3 Regisseurinnen & ihre Filme

In all den Jahren, in denen die Oscar Verleihung in Los Angeles stattfindet, ging die Trophäe nur ein einziges Mal an eine Regisseurin. 2010 schaffte es die US-Amerikanerin Kathryn Bigelow mit ihrem Kriegsdrama Tödliches Kommando – The Hurt Locker. Der Film über Elite-Spezialisten eines US-amerikanischen Bombenräumkommandos im Irak erhielt insgesamt sechs Oscars, darunter waren Bestes Originaldrehbuch und Bester Schnitt. Eine einzige Frau in 92 Jahren, kein guter Schnitt. Auch bei den Nominierungen sieht es nicht besser aus: Neben Bigelow hatten drei Frauen eine Nominierung in der Kategorie Beste Regie: Jane Campion 1994 für Das Piano, Sofia Coppula 2004 für Lost in Translation und Greta Gerwig 2018 für Lady Bird. Mit einem Schwenker zum Europäischen Filmpreis sieht es mit 2016 Maren Ade (2016 für Toni Erdmann) und Dänin Susanne Bier (2011 für In einer besseren Welt) nicht besser aus. Regisseurinnen haben es schwieriger als ihre männliche Kollegen.

Weniger Filmförderung für Frauen

Woher kommt es, dass bei beiden Filmpreisen Männer dominieren? Den Schwierigkeiten, denen Frauen im Filmbereich entgegen gebracht werden und wie es allgemein hinter der Kamera aussieht, dazu könnte man einen eigenen Beitrag schreiben. Doch möchte ich dennoch auf die geringere Förderung verweiseinen. In einem Artikel in der Süddeutschen Zeitungen hieß es dazu, dass in Deutschland für das Jahr 2017 Regisseurinnen

„14 Millionen Euro Fördergelder für 72 Langfilme beantragt [hatten], aber nur 4,4 Millionen für 29 Filme erhalten. Den männlichen Kollegen dagegen bewilligte das Medienboard 14,6 Millionen von den erwünschten 34,5 Millionen Euro für 127 Filme. Damit wurden 66 Filme realisiert“,

Dennoch gibt es sie, talentierte Regisseurinnen, die bei der diesjährigen Oscarverleihung übergangen wurden und das, obwohl Greta Gerwig, Lulu Wang, Lorene Scafaria und Céline Sciammas Filme allesamt von der Kritik hochgelobt wurden. Little Woman war in sechs Kategorien nominiert, darunter auch als Bester Film. Die Nominierung von Greta Gerwig als beste Regisseurin blieb allerdings aus. Eine unverständliche Entscheidung, die der Jury viel Kritik eingebrachte. Sie hätten ein Zeichen für mehr Diversität setzen können, statt weiter Frauen zu übergehen. Greta Gerwig ist da kein Einzelfall, Ava DuVernay wurde ebenfalls in der Kategorie Beste Regie übergangen, während ihr Film Selma 2018 als Bester Film nominiert war. Gleichberechtigung in der Filmbranche und bei der Oscarverleihung ist nicht gegeben.

Werke von Regisseurinnen verdienen mehr Aufmerksamkeit und daher stelle ich euch in diesem Beitrag vier hervorragende Filme und die Frauen hinter der Kamera vor. Mit dem Serienbereich hat sich Nicole vom Blog Smalltownadventure beschäftigt, ihren Beitrag werde ich zum Schluss verlinken. Beginnen möchte ich mit der oben schon erwähnten US-Amerikanerin Greta Gerwig und ihrem ersten eigenen Film, der ihr direkt eine Oscarnominierung eingebracht hat und den ihr aktuell bei Amazon Prime streamen könnt:

1. Lady Bird (Greta Gerwig, 2017)

Urheberrecht: A24

Ich bin kein großer Fan von High School Filmen. Oft sind mir die Figuren zu sehr wandelnde Stereotype, der Humor zu anstrengend, alles zu unrealistisch und wenn ich noch einmal sehen muss, dass eine Person plötzlich beliebt und wahnsinnig hübsch ist, wenn sie einfach ihre Brille auszieht und sich ein wenig schminkt, kommt mir mein Essen hoch. Ein Grund, warum mir Lady Bird so gut gefallen hat, denn die Coming of Age Geschichte kommt ohne Klischees aus.

Saoirse Ronan spielt die 17-jährige Christine McPherson, die in Sacramento aufwächst und von allen Lady Bird genannt werden möchte. Bloß nach der Schule schnellstmöglich fürs Studium wegziehen, dass ist ihr Ziel. Nur weg von der konservativen katholischen High School, weg aus dem eingeengten zuhause und weg von der Mutter, mit der sie immer wieder aneinander kommt. Und so bewerbt sie sich gegen ihren Willen an Universitäten an der Ostküste. Sie ist auf der Suche nach der Liebe, nach sich selbst und ihrem Platz im Leben.

Alltägliches verpackt in Witz und Charme

Der Look ist nicht quietsch bunt und die Geschichte wirkt aus dem Leben gegriffen. Kein Wunder: Greta Gerwig hat Elemente aus ihrer eigenen Jugend aufgegriffen. Oft habe ich mich in dem Film an mich selbst erinnert gefühlt, wie der Wunsch, fortzuziehen, selbstständig zu sein und dann zu merken, dass nicht immer alles so ist wie man sich vorstellt. Und auch der Mutter-Tochter Konflikt kam mir allzu bekannt vor. Man liebt sich und doch stehen im Laufe des Erwachsenwerdens kleine Reibungspunkte. Saoirse Ronan beweist als rebellische Heldin wieder einmal ihr Schauspieltalent. Sie und ihre Filmmutter Laurie Metcal haben eine tolle Chemie. Mit einer Leichtigkeit erzählt Gerwig eine eher unspektakuläre Geschichte in einem gut pointierten Drehbuch mit Witz und Charme. Weil Lady Bird mir so gut gefallen hat, habe ich ihm damals einen eigenen kleinen Beitrag gewidmet, diesen findet ihr hier.

Wer ist Greta Gerwig?

Wie Lady Bird wuchs Greta Gerwig in Sacramento an der West Küste der Vereinigten Staaten auf und ging für ihr Studium nach New York. Sie studierte Englisch und Philosophie am Barnard College und schrieb währenddessen schon einige Theaterstücke. 2008 lernte sie den jungen Filmemacher Joe Swanberg kennen und war im selben Jahr zum ersten Mal in seiner Tragikomödie LOL als Schauspielerin tätig. Bevor sie ihren ersten Solo Film schrieb und Regie führte, hatte sie einige Kooperationen mit Noah Baumbach (Greenberg, Frances & Ha & Mistress America).

Weitere Filme von ihr:

2008: Nights and Weekends (Co-Regie, mit Joe Swanberg)
2019: Little Women

2. Lost in Translation (2003)

Einsamkeit unter Menschen. Einsamkeit in einer der Bevölkerungsreichsten Großstädten der Welt, davon erzählt Lost in Translation. Charlotte (Scarlett Johansson) und Bo (Bill Murray) sind in einem Land, dessen Sprache sie nicht sprechen. Sie kennen von Tokio nur das riesengroße, glamouröse Hotel, das in all dem Glanz Fremdheit versprüht. In einem Hotelzimmer ohne individuelle Züge, ohne viele persönliche Gegenstände, wartet Charlotte auf ihren Ehemann, der als Fotograf einem Auftrag nachgeht. Bos Ehe schwindet wie seine Kariere. Er ist für eine Whiskey-Werbung in Tokio, die sich durch den Film zieht und der sich  die Fremdheit und die Verlorenheit zeigt – die ausführlichen Anweisungen fasst die Dolmetscherin kurz und knapp mit „more intensive, please“ zusammen.

Melancholie durchmischt mit Witz

Charlotte und Bo treffen in ihrer jeweiligen Einsamkeit aufeinander und sehen in einander verwandte Seelen. Trotz ihres Altersunterschieds fühlen sie sich zu einander hingezogen. Eine Freundschaft entwickelt sich und ganz langsam nähern sie sich in ausgetauchten Blicken an. Murray und Johansson gehen in ihren Rollen auf, Murray spielt ein Mann in der Midlife-Crisis, die er hinter einer Prise Sarkasmus versteckt. Johanssons spielt eine Figur, die nach dem Beenden ihres Philosophie Studiums noch nicht weiß wohin mit ihrem Leben und doch trotz voller Unsicherheit mit Hoffnung in die Zukunft schaut

In Lost in Translation verschwimmen Witz und Melancholie ineinander, eingefangen von Lance Acords Bildern, die musikalisch perfekt untermauert werden. Zum Schluss gibt es eins der schönsten Filmszenen

Wer ist Sofia Copolla?

Schon als zehn Jahre altes Baby stand Sofia Copolla im Film Der Pate ihres Vaters Francis Ford Coppola vor der Kamera. Nachdem ihre 18 Jahre eine Nebenrolle in der Der Pate 3 zwei Goldene Himbeere einbrachte, beendete sie ihre Schauspielkariere und schlug nach ihrem Studium der Malerei und Fotografie wie ihr Vater Richtung Regie ein. Eine gute Entscheidung. In nur 27 Tagen drehte sie ihren Low-Budget Film Lost in Translation in Tokio und erhielt für ihn  als erste Frau eine Nominierung in der Kategorie Beste Regie. Dieses gewann sie zwar nicht, doch erhielt der Film 2004 viele Preise:
Oscar für das Beste Originaldrehbuch, Bester Film, Bestes Drehbuch, Bester Darsteller (Bill Murray) bei den Golden Globe Award sowie bester Schnitt und beide Hauptdarsteller*innen bei den British Academy Film Award.

Weitere Filme von ihr:

The Virgin Suicides (1999)
Marie Antoinette (2006) –>  wurde 2006 auf den Filmfestspielen von Cannes mit dem nationalen Bildugnspreis ausgezeichnet
Somewhere (2010)
2013: The Bling Ring (2013)
2015: A Very Murray Christmas (2015)
2017: Die Verführten (2017)

3. Detroit

Urheberrecht: Annapurna Pictures

Der intensive Filmdrama/ Thriller handelt von Polizeigewalt in Detroit, Rassismus und ist in Zeiten von steigendem Rassismus und Rechtsextremismus ein extrem wichtiger Film. Er basiert auf wahren Ereignissen: Am 23. Juli.1967 kam es in Detroit zu einer Polizeirazzia. Bei den Unruhen kam es zu 40 Todesopfern, 1.189 Verletzten und über 7.000 Verhaftungen. In wackeligen Aufnahmen wird zu Beginn die Gewalt auf der Straße gezeigt. Die Kameraarbeit von Barry Ackroyd erinnert an eine Dokumentation und gibt den Zuschauern*innen ein Bild von dem Tumult, bevor man anschließend den Musikern der Soulband „The Dramatics“, deren Auftritt angesagt wurde, durch die Unruhen der Stadt folgt. Sie schaffen es, sich in ein Motel zu retten, doch als einer der Gäste eine Schreckschuss-Pistole abschießt, wird das Motel von einer Truppe Polizistin gestürmt.

Will Poulter brilliert als rassistischer Cop

Unter ihnen ist Philip Krauss, ein weißer, rassistischer, aggressiver Polizist, der gnadenlos von Will Poulter verkörpert wird. Ihn kannte ich bis zu dem Zeitpunkt aus dem eher weniger witzigen Filmen Wir sind die Millers und war daher beeindruckt von seinen Schauspielkünste. Seine Figur kann man nicht anders als Hassen, so wie die Afroamerikaner behandelt und die Schreckschuss-Pistole verlangt, die nicht mehr auffindbar ist. Es folgt ab der Mitte des Films ein Kamerasspiel, eindrucksvoll von Bigelow in Szene gesetzt und schauspielerisch top gespielt, dass einen aufwühlt und einen gleichzeitig traurig wie wütend macht. Es einer der Filme, die nach hallt, einer, der einen nicht los lässt und den man kein zweites Mal schauen möchte. Detroit ist ein packender Thriller über ein gesellschaftlich relevantes Thema, den ich jeden von euch ans Herz legen kann.

Wer ist Kathryn Bigelow ?

Wie ihr spätestens durch die Einleitung wisst, ist Kathryn Bigelow die erste Frau, die einen Oscar in der Kategorie Beste Regie gewonnen hat und zwar für das Kriegsdrama Tödliches Kommando – The Hurt Locker (2009). Dieser erhielt insgesamt acht Oscars. Bigelow ist einer der wenigen Action-Regisseurinnen. Sie ist am 21. November. 1951 in San Carlos in Kalifornien geboren und zog 1971 nach New York. Dort studierte sie an der Columbia Film. 1982 erschien ihr erster Langfilm mit William Dafoe in der Hauptrolle.

Weitere Filme von ihr:

Die Lieblosen (1982)
Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis (1987)
Blue Steel (1990)
Gefährliche Brandung (1991)
Strange Days (1995)
Das Gewicht des Wassers (2000)
Zero Dark Thirty (2012)

Weitere Regisseurinnen und ihre Filme

Es gibt noch so viel mehr erwähnenswerte Filme von Regisseurinnen, die ich aufgrund der Länge dieses Beitrages nicht ausführlich vorstellen kann, daher hier eine Kurzversion zum Abschluss: Portrait einer jungen Frau in Flammen von Céline Sciamma über die Liebe zweier Frauen ist der sinnlichste Film aus dem letzten Jahr. Hier steht auch eine Frau, Claire Mathon, an der Kamera. Meine ausführliche Meinung erfahrt ihr in meinem Filmrückblick vom Januar. Ebenfalls aus dem letzten Jahr ist die hochgelobte Tragikomödie The Farewell der Chinesin Lulu Wang sowie Hustlers von Lorene Scafaria, in dem drei Stripperinnen reiche Wall-Street-Banker und Geschäftsleute um ihr Geld bringen.

Eine andere Richtung schlägt Mary Harrons Adaption des Skandalromans American Psycho von Bret Easton Ellis. Christian Bale spielt die Hauptrolle. Patty Jenkins Wonder Woman konnte 2017 sowohl Kritiker*innen als auch Zuschauer*innen begeistern. Ein Jahr später erschien Can You Ever Forgive Me? von Marielle Heller mit Melissa McCarthy in der Hauptrolle, deren Figur Briefe von Prominennten fälscht und verkauft. Am 26. April kommt ihr nächster Film Der wunderbare Mr. Rogers in die deutschen Kinos. Dort geht es um Fred Rogers (Tom Hanks), der in der USA ein beliebter Moderator der Kindersendung Mister Rogers‘ Neighborhood war. Brutal und düster hingegen ist Winter’s Bone von Debra Granik aus dem Jahr 2010, in der eine junge Frau, gespielt von Jennifer Lawrence, in ärmlichen Verhältnissen in einem Ort in Missouri lebt und sich auf die Suche nach ihrem Vater macht.

Regisseurinnen aus Deutschland

Zahlreiche Preise hat das deutsche Filmdrama Toni Erdmann (2016) von Maren Ade abgeräumt. Aus den oft eher schlechten romantischen Komödien aus Deutschland sticht das Regie Debüt SMS für dich von Karoline Herfurth SMS für dich heraus, in dem Herfurth selbst die Hauptrolle spielt, die SMS an die Handynummer ihres verstorbenen Freundes schickt. Diese wurde an den Journalisten Mark neu vergeben, der sich auf die Suche nach ihr macht. SMS für dich ist witzig und gefühlvoll und weniger kitschig, als der Titel vermuten ließe. Besonders gut hat mir auch Der Junge muss an die frische Luft von Caroline Link über Hape Kerkelings Kindheit und Jugend gefallen und da war ich nicht allein: 2018 war er der besucherstärkste deutsche Film in den deutschen Kinos und erhielt zudem beim Deutschen Filmpreis die Lola in Bronze. Link schafft gekonnt die Balance zwischen Tragik und Komik. Da der Film mich so begeistert, habe ich ihm auch einen eigenen Beitrag gewidmet, zu dem kommt ihr hier.

Ava DuVernay: Regisseurin & Showrunnerin

Wie in der Einleitung erwähnt, wurde Selma unter Regie von Ava DuVernay 2015 als bester Film norminiert. Das Lied Glory des Rappers Common und des Sängers John Legend erhielt den Oscar für den besten Filmsong. In Selma fand 1965 einer der Höhepunkte der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung statt: Der Marsch nach Montgomery für das Wahlrecht der schwarzen Menschen in den USA-Südstaaten. Von diesem wichtigen geschichtlichen Ereignis erzählt Selma, dem ich letztes Jahr einen längeren Abschnitt in meinem Monatsrückblick gewidmet habe, zu dem kommt ihr hier.

Ava DuVernay ist nicht nur im Film- sondern auch im Serienbereich tätig. Als Showrunnerin steht sie hinter der Serie When They See Us, die auf Netflix verfügbar ist. Was der Job einer Showrunnerin ist und worum es in der Serie geht, erfahrt ihr in Nicoles Beitrag. Während sich mein Beitrag um Regisseurinnen drehte, geht es bei ihr um Frauen im Serienbereich. Es ist ein sehr informativer Artikel geworden, also schaut unbedingt bei ihr vorbei.

Was sind eure liebsten Filme von Regisseurinnen?

 

12 Kommentare

  1. Ehrlich gesagt achte ich selten auf Regisseure, bzw. merke mir die Namen nicht so, außer Steven Spielberg. Daher waren diese Filme von dir auch alle Neuland für mich. Nicht nur, weil ich die Filme nicht gesehen habe, sondern eben auch nicht auf die Liste geschaut habe, wer der Regisseur ist. Was ich aber großartig finde, ist den ganzen Shade den die oscars durch greta gekriegt haben. Die vielen Bemerkungen während der Verleihung haben bestätigt, dass Greta in dem Sinne betrogen worden ist und daher finde ich deinen Beitrag auch wichtig und gut. Danke dir dafür! 🙂

  2. Für mich ist ein guter Film entscheiden, ob mir die Story gefällt. Ob dieser nun von einem männlichen oder weiblichen Regisseure erstellt wurde ist daher erst mal für mich zweitrangig. Aber ich teile deine Meinung, dass es schon ein sehr schlechtes Zeichen bei den Oscars setzt, dass Frauen in diesem Bereich scheinbar immer noch benachteiligt werden. Wie so oft frage ich mich, wer überhaupt die Macht besitzt uns als schwächeres Geschlecht zu betiteln… Gut das ist ein anderes Thema aber die Denkweise ist auch heute noch wohl tief verankert. Man kann nur hoffen, dass durch die kommenden Generationswechsel ein besserer Wind wehen wird.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  3. Jetzt hast du ihn ja doch noch mal ergänzt und überarbeitet, finde ich super. Fand deinen Beitrag ja schon vorher toll, jetzt gefällt er mir noch mehr :P. Auch klasse, dass du deutsche Regiseurinnen erwähnt hast, die sind bei mir ja nun außen vor. Ich wüsste jetzt auf Anhieb gar keine Frau im Serienbereich? Müsste ich echt mal googlen. Das Ding ist halt, dass hier der Serienmarkt halt per se noch mal kleiner ist, da haben es Frauen wohl schwierig, außer es geht um Daily Soap oder diese übertrieben romantischen Produktionen. SMS für Dich fand ich aber auch sehr unterhaltsam – zwar doch eher ein klassischer Liebesfilm, aber der hatte schon einige gute Momente.

    Das mit der Filmförderung hatte ich auch gelesen und finde sowas echt heftig. Da werden Frauen halt gezielt Steine in den Weg geglegt und dann gesagt, es gäbe nicht genügend Regiseurinnen, was ja quatsch ist. Sie sind da, aber bekommen halt weniger Unterstützung und werden öfter belächelt. Was ich richtig heftig finde, ist das halt bisher nur eine Regiseurin einen Oscar gewonnen hat. Du weißt ja das mich das echt überrascht und schockiert hat.

    Ich finde es super, dass wir das gemeinsam realisieren konnten. Bin immer offen für solche gemeinsamen Beiträge und finde es spannend, so ein Thema aus mehreren Blickwinkeln zu beleuchten. Ganz viel liebe übrigens auch für Lady Bird meinerseits. Detroit muss ich ja hingegen unbedingt noch sehen, den habe ich ärgerlichweise bei Prime verpasst, weil er da plötzlich draußen war.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar Nadine,
    ich kann ihn dir echt nur wärmstens empfehlen – habe ich ja jetzt glaube ich auch ganz oft :D. Aber der hat mich echt unfassbar zum Lachen gebracht, auch weil die Dialoge so clever sind. Bei Das perfekte Geheimnis war es bei mir ja das gleiche, hatte den ja erst noch bei meinen Kino Neustarts vorgestellt, weil es noch keine Rezensionen gab, aber jetzt ist mir daran auch die Lust vergangen. Schade, normalerweise mag ich die Filme des Regisseurs ja immer.

    Und ja, ich würde den Namen deshalb auch nie wählen.

  4. Wir sollten aufhören die Geschlechterfrage in jeden Bereich zu tragen. Wenn wir den Fokus nicht verändern und uns immer und überall als Opfer sehen, werden wir Opfer bleiben.
    Alles Liebe
    Annette

  5. Wörter auf Reise

    Es geht mir bei diesem Beitrag nicht darum, Frauen als Opfer darzustellen, sondern dafür Aufmerksam zu machen, dass Frauen im Filmbereich viele Steine in den Weg gelegt werden, vielen ist auch nicht bewusst, dass die Filmförderung bei Frauen deutlich geringer ausfällt, und daher ist es wichtig das aufzuzeigen. Zudem gibt es einige gute Filme von Frauen, die ich so mehr sichtbar machen wollte.

  6. jaimee1530

    Ich hatte die Berichterstattung vom Roten Teppich geschaut und eine Schauspielerin, war es Natalie Portman (???) hatte einen Blazer an, auf dem die Namen dieser Regisseurinnen draufgestickt waren, um darauf aufmerksam zu machen! Fand ich an dem Abend schon beeindruckend von ihr bzw. traurig für die Hollywoodwelt!

    Liebe Grüße
    Jana

  7. Ich liebe Filme von Sofia Copolla und habe fast alle von ihr gesehen. Ich denke dass es Frauen in vielen Bereichen einfach schwerer haben … aber es nützt uns allen nicht wenn wir uns dafür bedauern. Besser ist es vorwärts zu schauen und zu zeigen was wir können. Die Aktion von Natalie Portman bei den Oskars habe ich übrigens toll gefunden!

    lg
    Verena

  8. Wörter auf Reise

    Vielen Dank!

    Ja das fand ich auch gut.

    Ich achte mittlerweile mehr darauf von wem der Film ist und bin dann überrascht, dass es andere nicht wissen 😀 Aber da hat ja jeder so seine Sachen mit denen man sich beschäftigt 🙂

  9. Ich bin zufällig heute auf deinen Blog gestoßen und habe diesen Artikel regelrecht verschlungen. 🙂 So ein tolles und wichtiges Thema! Vor allem Greta Gerwig ist SO gut! Freue mich noch mehr von dir zu lesen 🙂

    • Wörter auf Reise

      Dein Kommentar hat mir gerade echt den Tag versüßt, vielen Dank!
      Ja Greta Gerwig ist fantastisch, sie hat in Little Woman so gut die zwei Zeitebenen miteinander verwogen.

  10. Ja, schon sehr schade, dass die Regisseurinnen immer so unter dem Radar laufen. Dabei gibt es dort durchaus wunderbare Filme, von denen du ja schon einige aufgezählt hast, die es zu schauen gilt. Ich hab ja vor geraumer Zeit mit meiner #52FilmsByWomen Beitragsreihe angefangen, um den Damen der Zunft zumindest ein bisschen Ehre zuteil kommen zu lassen.

    • Wörter auf Reise

      Ja das stimmt!
      Danke.
      Ach cool, dann werde ich da mal vorbei schauen 🙂

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