Was geschah… im September 2018

Mein Monat hat mit der Kurzgeschichte Die Verurteilten von Stephen King begonnen, auf die der gleichnamige Film aus dem Jahre 1994 basiert. Wie für den Autor üblich ist die Geschichte über den unschuldigen Häftling, Andy Dufresne, wunderbar geschrieben.

Am vierten Oktober ging es  für mich und eine Freundin in den Urlaub nach Frankreich. Anders als auf den früheren Fahrten mit meinen Eltern konnte ich mich nicht entspannt zurücklehnen und Seite um Seite verschlingen. Stattdessen habe ich neue Erfahrungen gemeistert: Mautgebühren an Schranken gezahlt und mit meinem alten, leider auch schon verbeulten Corsa meinen bisherigen Strecken Rekord von 14 Stunden erreicht.

Von der Gemeinde Villeneuve-lès-Avignon aus ging es über das malerische Dorf Arles, das schon Vincent van Gogh zu 187 Gemälden inspiriert hat, in die pulsierende Stadt Marseille. Mit einem Zwischenstopp bei der traumhaften Bucht Calanque d’en-vau kamen wir schließlich zu unserem letzten Punkt der Reise: Die Hafenstadt La Ciotat. Dort stand nach den ganzen Ausflügen Entspannung an der Tagesordnung.

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Gassen über Gassen haben wir fotografiert – Links: Avignon – Rechts: Arles

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Bootstour von La Coiotat aus –  Aussicht vom Château d´If , einem ehemaligen Gefängnis

Ein ganzes Buch zu schreiben, bedeutet viel Arbeit, daher: Chapeau für die Leistung. Alicia müsste ungefähr in meinem Alter sein und hat dies schon geschafft. Ich bin gerade erst mit meiner Rohfassung fertig (die ein einziger Haufen von Mist ist und erst in ein paar Jahrzehnten ihren Weg zu einer Veröffentlichung finden wird). Daher weiß ich über die Schwierigkeiten bescheid. Potential ist auch vorhanden, dennoch hapert die Umsetzung an einigen Stellen (zu denen ich noch einen ausführlicheren Beitrag schreiben werde). Dennoch bin gespannt auf weitere Werke der Autorin, schließlich ist Traumtänzerin ihr Debütroman. Mona Kastens Erstlingswerk konnte mich ebenfalls nicht vollständig überzeugen und mittlerweile ist sie eine gefeierte Bestellerautorin vom LYX Verlag.

Angefangen im Urlaub und anschließend daran beendet habe ich Call me by your name von André Aciman. Das Buch habe ich Anfang des Jahres auch schon auf Englisch gelesen. Es ist eine zuckersüße, traurig und voller Sehnsucht knisternde Liebesgeschichte, die perfekt für heiße Sommertage ist.

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Meine Urlaubs Bücher

Ins Kino habe ich es einmal geschafft und zwar zu The BlacKkKlansam. Der Film beruht auf der wahren Geschichte des afroamerikanischen Polizisten Ron Stallworth, der sich in den 1970ern Jahren in den Klu-Klux-Klan in Colorado eingeschleust hat. Regisseur Spike Lee inszenierte einen gleichsam witzigen wie tragischen Film, bei dem man als Zuschauer*in über die rassistischen Ansichten nur den Kopf schütteln konnte. Hochaktuelle Thematik, empfehlenswert!

Praktikum, Hausarbeit, Nebenjob – da bleibt für andere Sachen nicht viel Zeit. Somit fällt diesen Monat sowohl meine Serien- als auch Filmausbeutung gering aus. Dafür konnte mich alles, was ich geschaut habe,  begeistern.

Einen Film, den ich gesehen habe, ist  Die Fabelhafte Welt der Amélie, der traumhaft schön ist. Weil ich zurzeit dabei bin, die französische Sprache zu erlernen, habe ich mir ihn im Original angesehen.  Durch die schnelle Sprechweise hatte ich teilweise Schwierigkeiten, den Untertiteln zu folgen.

Dann habe ich noch einen Klassiker gesehen: Der Pate
Was soll ich dazu noch sagen? Einfach großartig.

Von It`s Always Sunny in Philadelphia habe ich die fünfte Staffel beendet und mit der sechsten begonnen. Kann echt nicht verstehen, warum die Serie in Deutschland kaum Resonanzen bekommt, sie ist einer der witzigsten Serien, die ich kenne.

Extrem beeindruckt und begeistert war ich von der Folge  „San Junipero“ von Black Mirror. Um Spoiler zu vermeiden, werde ich nicht viele Worte dazu fassen. Nur so viel sei gesagt, falls ihr mit der dritten Staffel noch nicht angefangen habt, spart euch diese Folge für den Schluss auf!!

Auf die Ohren gab es für mich auch etwas:  Das Hörbuch Seide und Schwert von Kai Meyer. Ich hatte es auf Spotify entdeckt und musste es mir anhören, weil ich es als Kind geliebt habe, die  Story aber wieder vergessen habe. Daher war es so, als würde ich die Geschichte zum ersten Mal hören. Zu dem Autor Kai Meyer habe ich im September im Rahmen der Blogtour von der lieben Julia vom Blog „TheBookdynasty“ einen Beitrag verfasst.

Neu möchte ich das Zitat des Monats einführen, wo ich euch ein Zitat vorstelle, dass ich in dem jeweiligen Monats als besonders schön empfunden habe. Dieses wird, nachdem ich die technischen Schwierigkeiten überwunden habe, auch auf der Startseite erscheinen.

Loslegen möchte ich mit einer Passage aus Call me by your name:

„Es soll ja ein Gesetz geben, nach dem es, wenn sich jemand unsterblich verliebt, unweigerlich auch den anderen Partner erwischt. Amor ch̕ a null̕ amato amor perdona, Liebe, die den Geliebten zwingt zu lieben, sagt Fransesca im Inferno, Warte und hoffe. Ich hoffe, aber vielleicht war dies von Anfang an mein Wunsch gewesen: In alle Ewigkeit zu warten.“ (S.41)

Warum ich gerade dieses Zitat ausgewählt habe? Weil es voller Sehnsucht ist, die so greifbar ist, so stark in jedem Wort zu spüren ist. Zwar ist es schön, wenn die Liebe erwidert wird, dass die Hoffnung besteht, dass daraus etwas wachsen könnte. Aber dann müsste man sich der Realität stellen. Stattdessen lebt man beim Warten in einer Illusion und die Sehnsucht ist stetig da, umfasst alles – für immer.

Ich habe diesen Monat probiert, den Rückblick als Fließtext zu schreiben, statt wie zuvor als Stichpunkt. Welche Variante gefällt euch besser? Und was haltet ihr von der wahnsinnig innovativen Idee mit dem Zitat des Monats? Lasst mich gerne eure Meinung wissen und schaut auch gerne bei Twitter vorbei.

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4 Kommentare

  1. Erstmal: Da hast du doch echt viel erlebt :). Ich wäre ja gespannt mehr von deinem Urlaub zu erfahren und Bilder zu sehen, denn in Frankreich war ich bisher noch nie und habe da immer nur Paris auf dem Schirm, dabei hat das ja noch so viel mehr zu bieten. BlackKKlansman hätte ich auch total gerne im Kino gesehen, weil der ja extrem gut sein soll, aber habe das dann zeitlich nicht auf die Rolle bekokmmen. Jetzt weiß ich gar nicht, ob der überhaupt noch bei uns läuft. Naja Amazon Prime wird sich freuen :D.

    Zum Aufbau: Ich mag Fließtext ja immer lieber, als stichpunkte. Finde das angenehmer zu lesen. Was ich nur schön fände wäre, wenn du mit Zwischenüberschriften arbeiten würdest. So bekommt das ganze dann auch etwas mehr Struktur und Ordnung. Du könntest das ja unterteilen in Gelesenes, Gesehenes und Privates plus Zitat ;). So ein Zitat ist zwar immer schön, aber ich kann damit wenig anfangen, wenn ich die Bücher nicht gelesen habe bzw. das zu keine Verbindung habe. Mag sowas eher bei Rezensionen. Aber das ist Geschmackssache, gibt glaube ich viele Leser die das mögen.

    • Vielen dank für deine Rückmeldung! Es war wie gesagt ein Testversuch, den Monatsrückblick ein wenig interessanter zu machen. Werde deine Tipps und Anmerkungen für den nächsten Monat berücksichtigen 🙂

      haha also ein kompletter Beitrag nur zu Frankreich? Genug gemacht hätte ich dafür, von Bilder mal ganz abgesehen 😀

      dann viel Spaß beim Heimkino 🙂

  2. Ein sehr schöner Beitrag! Der Fließtext ist toll zu lesen, angenehmer als Stichpunkte.
    Am besten gefällt mir das Zitat! Am liebsten würde ich jetzt sofort das Buch lesen, aber auch ohne Zusammenhang, geben gut gewählte Zitate immer Anstoß zum Nachdenken. Danke dafür!

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