Was geschah… im Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse – und dieses Jahr war ich mit dabei. Ansonsten habe ich trotz Uni Beginn geschafft zwei Mal ins Kino zu gehen und in verschiedenen Serienwelten abzutauchen. Ach ja, gelesen habe ich auch ein bisschen.

Geschriebenes

Mein Lesemonat hat mit der Schatzinsel von Robert Louis Stevenson begonnen. Lange stand das Buch ungelesen in meinem Regal. Dann habe ich mir Die Seiten der Welt von Kai Meyer angehört, wo die Geschichte aufgegriffen wurde. Letztendlich ist sogar der junge Jim Hawkins aus dem Buch in die „reale Welt“ gekommen. Durch diese Intertextualität habe ich Lust auf die Schatzinsel bekommen. Zu der Abenteuergeschichte passte auch die alte und zerlesene Ausgabe meines Vaters.

Als Zweites habe ich mit Skargat – Der Stern der Mitternacht die Trilogie des Autors Daniel Illgers beendet. Hoffentlich kommt er eines Tages zu der Reihe zurück. Potential für viele weitere Bände ist auf jeden Fall gegeben. Da es sich aber vorerst um das letzte Buch handelt, möchte ich, um Spoiler zu vermeiden, nicht zu viele Worte darüber verlieren. Nur so viel sei gesagt: Der Showdown hatte es echt in sich!
Jede Person, die Lust auf eine düstere und brutale Fantasygeschichte hat, sollte bei Skargat vorbeischauen.
Hier findet ihr meine Buchvorstellung zum ersten Band.

Gesprochenes

Kinowelt

Im Oktober habe ich Ballon und Werk ohne Autor im Kino gesehen. Oft wird gesagt, dass es keine guten deutsche Film gibt. Das dem nicht so ist, haben die beiden Filme unter Beweis gestellt.

Werk ohne Autor von Florian Henckel von Donnersmarck (Das Leben der Anderen) ist ein Film, den ich nur schwer in Worte fassen kann.
Er beginnt im Jahre 1937 und handelt von dem Leben des künftigen Malters Kurt Barnert (wieder einmal toll: Tom Schilling). Mehr muss  man über den Film auch nicht wissen, man muss ihn einfach selbst gesehen haben. Schreckt euch von der Laufzeit von drei Stunden ab, die merkt man überraschenderweise nicht.

Trotz der Tatsache, dass jeder weiß wie die Ballonflucht aus dem Jahre 1979 ausgegangen ist (würde ich mal behaupten), hat Michael Herbig es geschafft, in Ballon eine stetige Spannung zu etablieren.

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Filme

Den Prime Day ich bei Amazon wieder dazu genutzt, ein paar Filme auszuleihen, die ich im Kino verpasst habe.
Darunter war Black Panther von Creed Regisseur Ryan Coogler, der Anfang des Jahres in aller Munde war, da in einer Hinsicht revolutionär ist: Es ist der erste Filme mit einem schwarzen Superheld. Eine Sache, die zwingend notwendig war. Die Storyline konnte mich an manchen Stellen nicht ganz überzeugen. Dafür sticht die Optik und die Darstellung des Afrofuturismus hervor (dazu hat Cinema Strikes Back ein interessantes Video gemacht).

Bei The Disaster Artist von und mit James Franco bin ich fast vor Lachen von der Couch gefallen. Dort geht es um den „schlechtesten Film der Welt“ The Room von Tommy Wiseau, dessen schräge Art Franco perfekt imitiert hat. Auch stellt er einige Szenen des Films exakt nach, was zu einem extrem witzigen Abstand gesorgt hat. Für mich steht jetzt fest: ich muss mir The Room anschauen! Allein wegen der Szene „I did not hit her„.

Statt zum Lachen hat mich das Ende von Call Me By Your Name von Regisseur Luca Guadagnino erneut zum Weinen gebracht. Dennoch mag ich den Film sehr, es handelt sich dabei um eine wunderschöne Buchverfilmung!

Bei einem Glas Wein haben meine beste Freundin und ich uns bei dem Film Der Teufel trägt Prada einen schönen Abend gemacht
Meryl Streep kann einfach nicht schlecht spielen, oder? Die Frau hat einfach mal 21! Oscar-Nominierungen und hat dreimal den Oscar erhalten.

Nicht komplett überzeugen konnte mich Wind River von Taylor Sheridan. Nach meinem Geschmack war die Auflösung zu plump gelöst. Habt ihr den Film gesehen? Wie hat er euch gefallen?

Serien

Bei Black Mirror bin ich jetzt in der vierten Staffel angekommen und bei Its Always Sunny in Philadelphia neigt sich die sechste Staffel dem Ende zu.
Angefangen habe ich auf Netflix mit Alterned Carbon, deren Optik mich stark an die von Blade Runner erinnert. Wie ich euch in meinem Serien TAG erzählt habe, hat mich die Serie noch nicht komplett gepackt. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es noch kommen wird.
Mit ihrer Atmosphäre und den tollen Bildern  konnte mich die Netflixminiserie Godless überzeugen. Die Story entwickelt sich langsam, was ich dort als positiv empfinde. Die Folgen ziehen sich nicht. Außerdem mag ich das Spielt mit den Rückblenden und es gibt starke, emanzipierte Frauenfiguren sowie ein gleichgeschlechtliches Paar. Das hätte ich bei einer Westernserie nicht erwartet!
Ich brauche mehr von dieser Serie!!

Und Privat?

Dieses Jahr ging es für mich zum ersten Mal auf die Frankfurter Buchmesse, eine Sache, die ich schon lange vor hatte zu machen.
Nachdem wir die erste Ausfahrt verpasst haben, orientierungslos durch seltsame Kreisverkehre gefahren sind und ebenso orientierungslos über das Messegelände gelaufen sind, haben wir es dann doch noch pünktlich zur Signierstunde von Kai Meyer geschafft. Da ich seine Bücher liebe, hat mich das sehr gefreut. Eigentlich wollte ich mich auch über seine Bücher unterhalten und anbieten, die Verfilmung zu der Arkadien-Trilogie zu übernehmen. Daraus wurde zwar nichts, dafür habe ich ein Foto mit ihm gemacht. Ein sehr spontanes Bild, zu dem es kam, weil ich zufälligerweise mein Handy in der Hand hatte, als er meine Bücher signierte und eine Frau (die anscheinend für Fotos zuständig war) mich gefragt hat, ob sie ein Foto machen soll. Da sagt man doch nicht nein, oder?

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meine signierten Exemplare

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das spontane Foto mit dem Autor Kai Meyer

Danach wollten wir eigentlich zu einem Gespräch des Autors Timur Vermes zu seinem neuen Werk Die Hungrigen und die Satten, das wir irgendwie verpasst haben. Entweder haben wir uns mit der Uhrzeit, mit dem Ort, oder vielleicht auch mit beiden Sachen vertan. Stattdessen sind wir durch die überfüllte Halle 3 stöbern gegangen und haben dabei versucht nicht gegen Menschen zu stolpern.

Dabei haben wir entdeckt, dass Rainer Strecker aus Die Feder eines Greifs, dem zweiten Band der Drachenreiter, vorliest.  Als ich seine Stimme gehört habe, hatte ich sofort bildlich Staupfinger aus Tintenherz vor Augen. Die Hörspiele liefen bei mir früher rauf und runter. Fast haben wir überlegt uns zwischen den kleinen Kindern zu setzen, haben es dann aber doch lieber gelassen (wollten ihn ja nicht die Sicht nehmen, Rainer Strecker liest nämlich mit vollem Körpereinsatz).

Den Abschluss der Buchmesse bildete für uns die Lesung  zum zu zehnten Kluftinger Band. Wir haben beide keines der Bücher gelesen, dafür lieben unsere Väter diese. So war ich schon bestens informiert, welche mögliche Szene vor gelesen werden könnte (eine davon war es nachher wirklich).
Ich bin froh, ausnahmsweise mal auf meinem Vater gehört zu haben, denn die Lesung war wirklich ein Highlight des Tages. Wir haben die Stunde nur mit Lachen verbracht. Neben Szenen aus dem Roman haben sie auch einen alternativen Anfangen vorgelesen, den eigentlich hatten sie geplant einen Schwedenkrimi zu schreiben, da diese ja so beliebt sind. Dieser Anfang war wunderbar überspitzt gezeichnet.
Da wir so begeistert waren, läuft der erste Band jetzt auch immer auf der Autofahrt von unserem Heimatort nach Wuppertal (wo wir beide studieren).

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Volker Klüpfel und Michael Kobr stellen den zehnten Kluftinger vor

Mein Fazit zur Buchmesse? Es hat sich gelohnt! Für uns steht fest, dass wir nächstes Jahr wieder nach Frankfurt fahren werden. Wahrscheinlich erneut „nur“ für einen Tag, da eine Unterkunft den Rahmen sprengen würde. Außerdem muss ich sagen, dass mir ein Tag voller Eindrücke auch reicht, denn so schön eine Buchmesse auch ist, anstrengend ist sie ebenso.

Zitat des Monats

„Sie trage die Sterne in den Augen, hatte einmal jemand gesagt. Iniza spürte den Sog des Universums, seit sie zum ersten Mal hinauf in die Nacht geblickt hatte. Für sie war der Himmel keine Grenze, sondern ein Tor. Sie hatte den Tag kaum erwarten können, an dem es ihr endlich offen stand.“ (S.15)

Der erste Satz aus Die Krone der Sterne, mit dem ich vor kurzem angefangen habe.

 

Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Monat und ich wünsche euch einen schönen Start in den November. Jedes Mal aufs Neue, wenn ich den Monatrückblick schreibe, denke ich mir, wie schnell bitte die Zeit vergeht. Bald ist das Jahr schon wieder rum! Mal sehen, ob wir Schnee bekommen. Mögt ihr Schnee, oder findet ihr, dass Zeug kann gerne weg bleiben?

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