Was geschah… im August 2020

Im August ging es für mich ein paar Tage zu einer Freundin nach Würzburg. Damit haben wir das Treffen nachgeholt, das im März aufgrund von Corona verschoben werden musste. Da es für mich, aufgrund der aktuellen Lage, in diesem Jahr ansonsten nicht weggeht, habe ich mich über diese kleine Reise sehr gefreut. Leider wollte das Wetter nur nicht ganz mit spielen und nein, ich rede nicht von Regen, sondern von der heißesten August Woche. Ich bin kein Hitzemensch, war ich noch nie und kann mich damit nicht anfreunden. Dennoch haben wir das Beste daraus gemacht und Ausflüge in den Vormittag gelegt und nachmittags schön entspannt. Somit war es eine angenehme Mischung aus Unternehmungen und Ruhe. Würzburg stand bei mir bisher auf keiner Reiseliste – zu Unrecht. Mit ihren alten schönen Gebäuden, den Gassen mit Kopfsteinpflaster und der Residenz hat sie mich begeistert. Von der Festung Marienberg hatten wir einen schönen Blick über Würzburg und den Japanischen Garten im Alten Landesgartenschau Gelände haben wir an einem Tag für eine kleine Foto Session genutzt.

Gefreut hat es mich, endlich Nicole von Smalltownadventure persönlich getroffen zu haben. Wir haben schon öfter verflucht, dass wir uns nicht mal eben zum Quatschen über Serien treffen können. Ich sag ja, ich will die Fähigkeit besitzen, zu apparieren! Vielleicht klappt es in Zukunft mit Comic Cons oder dem Fantasy Filmfestival Köln, das würde mich freuen. Es ist auch die Schönste Sache vom Bloggen, liebe Menschen kennenzulernen, die die gleichen Leidenschaften teilen.

Schreiben:

In Sachen schreiben ging es im August schleppend voran. Ich bin zu weniger gekommen, als geplant war. Allerdings ist ein kleiner Fortschritt besser als kleiner. Mittlerweile sind 11 Kapitel auf 78 Seiten fertig überarbeitet.

Bücher

Ich hatte eine Zeit lang eine Phase, in der ich sämtliche Young-Adult Dystopien verschlungen habe, von Tribute von Panem, Delirium und der Legend-Trilogie waren einige dabei. Ich finde dystopische Welten spannend und als ich letztes Jahr bei der Buchmesse Invalidium – Gefährliche Perfektion von Phillippa Penn entdeckt habe, kam es direkt auf meine Buchwunschliste. Jetzt, fast ein Jahr später, bin ich endlich dazu gekommen, es zu lesen, und es hat mir sehr gut gefallen.

Jedes Baby ist perfekt, keine Genfehler, keine Erbkrankheiten, dafür sorgt ein ausgefeiltes Gen-Design. Nur was passiert, wenn Babys nicht der Norm entsprechen? Das ist die Welt, in der Invalidium spielt, die einem nicht ganz so weit entfernt vorkommt. Das Streben nach Perfektion und der Umgang mit Menschen, die nicht dem gesellschaftlichen Ideal entsprechen, ist eine hoch aktuelle Thematik. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht zweier 17-jähriger Teenager: Lina und Runa. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, was für ein flottes Tempo sorgt. Die Geschichte ereignet sich nur an ungefähr zwei Tagen, und mit einer Geburt, bei der Luna dabei ist, geht es direkt im Geschehen los.

Zunächst musste ich mich an die kurzen Kapitel gewöhnen. Ich hatte das Gefühl, gerade drinnen zu sein und dann wieder herausgerissen zu werden. Dies erschwerte mir etwas den Zugang zu den Figuren. Jedoch sorgte das Tempo dafür, dass sich das Buch nur schwer aus Hand legen ließ. Eine Entwicklung kam mir zu plötzlich, doch ansonsten ist es eine gelungene Dystopie mit Cliffhanger, bei der ich gespannt auf den zweiten Band bin.

The upside of unrequited von Becky Albertalli dreht sich um die 17-jährige Molly, die bisher 26-Mal verliebt war, nie aber einen Schritt gewagt hat. Sie ist eine unsichere Person, traut sich in Interaktion oft nicht, etwas zu sagen. Womit sie eine große Identifikation für mein Teenager-Ich dargestellt hätte. Ich war zwar nie bezogen auf mein Gewicht unsicher, dafür aber in vielen anderen Aspekten. Ebenso konnte ich es nachvollziehen, dass sie sich Sorgen um die Beziehung zu ihrer Zwillingsschwester Cassi macht, weil diese in einer Beziehung ist. Da kommt es ihr entgegen, dass Cassis Freundin Mina einen attraktiven Freund hat, doch da ist noch ihr neuer Kollege, der Tolkien-Superfan-Reid …

The upside of unrequited ist ein Buch, dass ich damals gebraucht hätte. Es gibt eine Szene, über die ich mich richtig gefreut habe, ein Dialog mit ihren Müttern, in dem es darum ging, dass man mit 17 kein Spätzünder ist und das es in Sache Liebe keine Altersbeschränkung gibt. Wenn überall nur die Rede von Liebe und Beziehung ist und in YA (Fantasy) Romanen 17-jährige sich unsterblich verlieben, führt das für eine unsichere Teenagerin zu einem gesellschaftlichen Druck, weswegen mein damaliges Ich dieses Gespräch echt gebraucht hätte.

Für Fans von Love, Simon gibt es auch ein paar Cameo-Auftritte, über die ich mich gefreut habe.

Hörbücher:

Der Sommer ist für mich Hörbuchzeit. Mit der steigenden Temperatur werde ich unproduktiv und schläfrig und bevorzuge dann die gelesene Form. So habe ich im August Vampire Academy 6 Schicksalsbande beendet und damit die Reihe noch einmal komplett durch gehört. Es war ein schönes Wiedersehen, und weil ich mich nicht von den Figuren trennen wollte, habe ich im Anschluss direkt mit der Spinn Off Reihe Bloodlines weitergemacht. Hier aber mit der englischen Version, weil mich die deutsche Hörbuchstimme nicht angesprochen hat und das Englisch einfach und sehr verständlich vorgelesen wird. Das dritte Hörbuch ist Die Känguru-Offenbarung. Mit seinen kurzen und witzigen Kapiteln ist es perfekt für zwischendurch.

Filme

Urheberrecht: A24

Waves von Trey Edward Shults erzählt von dem 18-jährige Tyler, der Wrestlingstar an seiner High-School ist, auf ein Universitätsstipendium hofft und in einer glücklichen Beziehung ist. Dann kommt es zu einer Schulterverletzung, die ihn dazu zwingt, mit dem Sport aufzuhören. Durch den Druck seines Vaters macht er weiter, nimmt Schmerzmittel und das Unglück beginnt. Der Schnitt ist schnell, die Musik laut und alles läuft auf den großen Höhepunkt zu, man wartet darauf, dass alles zusammenstürzt. Wenn er kommt, geht der Film da weiter, wo viele aufgehört hätten. Es geht darum, wie die Familie damit umgeht und wie seine Schwester Emily ihre Liebe findet. Hier kommt es zu einem großen Stilbruch, die Kamera ist ruhiger, der schnelle Schnitt fällt weg und es wird viel Tempo herausgenommen. Für mich stellenweise etwas zu viel, ebenso was das Drama im letzten Drittel betrifft, gleichzeitig kam mir das Ende zu plötzlich. Dennoch ein berührender Film, bei dem gerade die Darsteller*innen und der Soundtrack zu loben sind.

Urheberrecht: 20th Century Studios

Bei Le Mans 66 von James Mangold hätte ich nicht gedacht, dass er mir so gut gefallen würde. Ich selbst kann nichts mit Rennsport anfangen und war daher skeptisch. Ich wurde allerdings auf Twitter dazu überredet und habe ihn mir daher bei Prime ausgeliehen – zum Glück. Sonst hätte ich mir eine Menge an Spaß entgangen. Denn das macht der Film, er ist packend, überraschend witzig und man fiebert mit. Im Vordergrund steht die Freundschaft von Caroll Shelby (Matt Damon), der für Ford das Rennauto konstruieren soll, das Ferrari im 24-Stundenrennen von Le Mans schlagen soll und dem Rennfahrer Ken Miles (Christian Bale).

Zitat des Monats

“I don’t entirely understand how anyone gets a boyfriend. Or a girlfriend. It just seems like the most impossible odds. You have to have a crush on the exact right person at the exact right moment. And they have to like you back. A perfect alignment of feelings and circumstances. It’s almost unfathomable that it happens as often as it does.”

Was waren eure Monatshighlights?

5 Kommentare

  1. In Würzburg war ich letztes Jahr auch das erste Mal und war sehr begeistert von der Stadt! Und was du zu Le Man 66 sagst, kann ich so nur unterschreiben.

  2. Ohh wie schön! Ich war jetzt im August auch in Würzburg und war total begeistert! Ich dachte immer, dass es von uns super weit weg ist, doch im Endeffekt haben wir nur ein und halb Stunden dorthin gebraucht und ich war total happy darüber. Wir haben die Stadt besichtigt und haben auch die Festung Marienberg erklommen – die Aussicht ist der Wahnsinn!
    Und es freut mich sehr zu hören, dass Nicole und du euch treffen konntet 🙂
    Liebe Grüße,
    Elisa

  3. Ich habe Würzburg zwar im eher kalten Februar kennengelernt, fand die Stadt aber auch sehr schön. Macht im sonnigen August aber sicher noch um Einges mehr her.

  4. Wörter auf Reise

    ach ich glaube ich hätte den kalten Februar bevorzugt 😀

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