Eine Ladung Science-Fictionen Empfehlungen

Angefangen mit Harry Potter habe ich, seit ich klein bin, Fantasy Bücher verschlungen. Im Gegensatz dazu habe ich das Science-Fiction Genre erst in den letzten Jahren für mich entdeckt und verschlinge seitdem Bücher, Filme und Serien gleichermaßen. Das Genre ist vielfältig, beeindruckt mit Action-Spektakel im Weltraum und mit philosophischen Fragen gleichermaßen.

Was macht den Menschen zum Menschen? Was bedeutet Menschlichkeit ? Damit beschäftigt sich Blade Runner und die Fortsetzung Blade Runner 2049, in denen Replikanten, Androiden fast nicht von Menschen zu unterscheiden sind. Dazu macht die dreckige, verregnete Cyberpunk Optik etwas fürs Auge her, mit der auch die Netflix Serie Altered Carbon Punkten kann. Die Entdeckung des unendlichen Weltalls, die Entdeckung des Unbekannten lockt die Menschen und fasziniert sie, so auch technischer Fortschritt, der gleichsam positiv und negative Konsequenzen einnehmen kann. Dies alles und vieles mehr thematisiert Science-Fiction. Statt mich auf ein Medium zu konzentrieren, stelle ich euch heute ein Graphic Novel, ein Film, ein Serie und ein Buch vorstellen.

 On a Sunbeam

Der mit Preisen überschüttete Graphic Novel der Zeichnerin Tillie Walden hat mein Interesse mit seinen ineinander verwobenen Zeitlinien, den wunderschönen Zeichnungen und seinen queeren Figuren geweckt. Da ich es noch nicht beendet habe, es auch aber nicht vorenthalten wollte, hier der Klappentext:

„Throughout the deepest reaches of space, a crew rebuilds beautiful and broken-down structures, painstakingly putting the past together. As new member Mia gets to know her team, the story flashes back to her pivotal year in boarding school, where she fell in love with a mysterious new student. Soon, though, Mia reveals her true purpose for joining their ship—to track down her long-lost love.“ (Quelle: Goodreads)

Ein Film: Ex Machina

Mit seinem Regiedebüt hat Alex Garland ein atmosphärisches Kameraspiel kreiert, das seine Zuschauer*innen in den Bann zieht. Der junge Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) trifft nach dem Gewinn bei seiner Firma den exzentrischen Gründer Nathan (Oscar Isaac) in seinem eleganten, abgelegten Anwesenden, das im Verlauf zunehmend klaustrophobische Züge annimmt. Dort stellt er Forschungen zu künstlichen Intelligenzen her. Mehr braucht ihr zu dem Film auch nicht zu erfahren, es ist besser, mit möglichst wenig Wissen an Ex Machina ran zu gehen und sich beeindrucken zu lassen.

Der Science-Fiction Film dreht sich um den Wert und die Bedeutung von Menschlichkeit, ist schauspielerisch Top besetzt, insbesondere die schwedische Schauspielerin und Tänzerin Alicia Amanda Vikander ist hier zu nennen, wie sie gleichzeitig die Leichtigkeit und die mechanische Bewegung eines Roberts umsetzt hat.

Eine Serie: The Expanse

Eine Blogger-Kollegin wird über die Wahl meiner Serien Empfehlung nicht überrascht sein, so oft, wie ich über The Expanse schwärme. Es ist eben eine gute Serie, für die ich nicht oft genug die Werbetrommel schlagen kann, da ich das Gefühl habe, dass sie nicht allzu bekannt ist und das völlig unberechtigt.

Die Serie spielt im 24. Jahrhundert, in dem die Menschheit das Sonnensystem besiedelt hat. Die Umwelt ist weitestgehend zerstört auf der Erde. Der Mars hat sich als eigene Militärmacht etabliert. Zwischen ihn und der Vereinten Nation (UN) kommt es vermehrt zu Konflikten. Beide bauen Ressourcen aus dem Astroidengürtel ab. Dort bildet sich eine dritte Partei heraus, die Gürtler, die ihre Unabhängigkeit haben wollen.

Mitten hinein in diesen Konflikt geraten Holden und seine Crew, nachdem sie die einzigen Überlebenden des Eisfrachters Canterbury sind und Holden daraufhin den Mars für die Tat beschuldigt. Währenddessen bekommt Detektiv Joe Miller auf Ceres den Auftrag, Julie Mao, dessen Vater ein mächtigster Firmenkonzern gehört, zu finden. Dabei kommt er auf die Spur, dass ihr Verschwinden irgendwie mit dem Anschlag auf die Canterbury zusammenhängt.

Die zunächst „realistisch“ klingende Handlung nimmt zunehmend mysteriöse Züge an. Die Serie braucht ihre Zeit sich zu entwickeln, doch entwickelt sie einen großen Sog, gerade dann, wenn die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verwogen werden. Die Storyline ist spannend, man bekommt Einblicke in sämtliche Partien und damit verschiede Sichtweisen auf die Konflikte sowie verspricht die Serie interessante Wendungen. Holden ist zwar etwas der zu glatte Held, dafür punkten die Nebenfiguren, seien es die männlichen oder die weiblichen Figuren. Dazu sieht man The Expanse ihr Budget an, die Optik ist unglaublich schön und gerade die dritte Staffel konnte mich dahingehend begeistern, wo ich mich beim Lesen gefragt habe, wie sie das Umsetzen werden. Die Bücher sind ebenso zu empfehlen, doch um die soll es heute nicht gehen

Ein Buch: Die Krone der Sterne

Ein guter Einstieg ins Science-Fiction Genre bietet Die Krone der Sterne: Hexenmacht des deutschen Autors Kai Meyer, gerade wenn euch physikalische Abhandlungen abschrecken,  denn diese gibt es dort nicht. Die Geschichte beginnt in einem rasanten Tempo: Die junge Adelige Ininza flieht mit Hilfe des Kopfgeldjägers Kranit vom Weltraumkathedralenschiff des Hexenordens von Tiamande, die sie als Braut der Gottkaiserin ihres Klans auserwählt haben. Nachdem dem Sieg über die Maschinen regieren sie die Galaxis, was es genau mit ihnen auf sich hat, weiß niemand. Zusammen mit ihrem Geliebten Glanis, Kranit und der Schmugglerin Shara Bitterstern versuchen sie ihren Machenschaften und einer Bedrohung aus dem Dunkeln des Weltalls entgegenzuwirken.

Kai Meyer hat eigensinnige und dickköpfige Protagonisten erschaffen, deren Zusammenspiel auf dem Raumschiff für unterhaltsame Dialoge sorgt. Gerade diese Gruppendynamik ist eine Stärke des Buches und der zwei nachfolgenden Bände. Dazu ist die Reihe spannend, Droiden spielen eine große Rolle und es gibt auch den ein oder anderen Plot Twist. Wer Lust auf ein Buch voller Aktion und sarkastischen Figuren im Weltraum hat, ist bei Die Krone der Sterne richtig aufgehoben. Aufgeatmet wird hier eher weniger.

Liebt ihr Science-Fiction auch so wie ich?
Was fasziniert euch an dem Genre?
Welche weitere Empfehlungen habt ihr?

 

10 Kommentare

  1. Coole Zusammenstellung! Ich bin in The Expanse leider nie richtig reingekommen, weil sie mir zu verwirrend war (habe so 3 Folgen gesehen), muss der Serie aber unbedingt noch mal ne Chance geben. Dass ich Ex Machina liebe, weißt du ja. 😉
    Westworld sowie Blade Runner: 2049 kann ich dir noch ans Herz legen, und für die „leichtere“ Unterhaltung natürlich Doctor Who! Oder schaust du das eh schon?

  2. Toll! Danke dir für die ganzen Buchtipps, das Genre ist mir noch etwas fremd umso mehr freue ich mich nun wieder ein paar Bücher mehr auf meine Wunschliste zu setzen!

  3. Ich habe bisher wenig im Sci Fi Genre gesehen, ein paar ausgewählte Serien und Filme, gelesen bisher noch gar nichts. Entdecke das Genre auch gerade erst für mich. Vieles hat mich überzeugt, manches nicht (aber letzteres gehört definitiv dazu, wenn man gerade dabei ist ein Genre zu ergründen, da muss man auch erstmal schauen, welche Storylines einem zusagen). Altered Carbon hat mich auch begeistert, optisch war das Wow. Die aufgeworfenen Fragen in Bezug auf Unsterblichkeit und soziale Ungleichheit sind ebenfalls interessant und sehr aktuell, die Krimi-Handlung hätte es für mich da gar nicht gebraucht. Da hätte man sich in meinen Augen rein auf den Sci-Fi Aspekt konzentrieren sollen, weil die Welt ja so schon viele Facetten bieten und ich gerade das spannende finde: All die neuen Schichten zu ergründen. Bin schon gespannt auf Staffel 2, die ich mir demnächst vornehmen werde.

    Ich fühle mich bei der Bloggerin angesprochen :D. Aber du machst mich auch sehr neugierig auf The Expanse. Das werde ich definitiv auch mal anschauen. Gerade auch weil es halt nun auch direkt von Amazon produziert wird und die nun gleich mehrere Staffeln bestellt hatten, da auch schon in den Raum geworden wurde, dass daraus evtl. noch ein ganzes Universum, vielleicht sogar mit Filmen entsteht. Das macht dann schon neugierig.

    Ich kann ja Serientechnisch noch Timeless empfehlen, ist SciFi/Historie, geht auch um Zeitreisen und da reißen die dann ständig in andere Epochen. Sehr interessant, va wenn man beide Genres liebt. Mit zwei abschlossenen Staffeln, die nun beide auf Netflix online sind, ist das auch schnell geschaut. Das ganze endet dann mit einem Film, der alles auflöst. Da fange ich in den kommenden Tagen auch mit Staffel 2 an und freue mich schon mega. Ansonsten liebe ich natürlich „Westworl“ und „The 100“ – meine Favoriten im Genre.

    Ansonsten habe ich Arrival gesehen, der mir gut gefallen hat. Genauso „In Time“. SciFi in Verbindung mit Zeitreisen ist eh meines. Auch Ready Player One hat mir super gefallen oder Avatar oder Planet der Affen und sicherlich habe ich noch viel mehr Filme gesehen, die dem Genre zugrechnet werden. Da sind die Grenzen ja auch fließend.

  4. Uhh, spannend! Eigentlich dachte ich, dass ich mit Sci-Fi nicht sooo viel anfangen kann. Ja, ich habe Star Wars geguckt und fand die ganz gut, aber ich hätte nicht gesagt, dass ich ein Sci-Fi Fan bin. Und dann habe ich deinen Beitrag gelesen und die bisherigen Kommentare und ich muss sagen… vielleicht bin ich doch ein kleiner Fan. 😀 Ex Machina war mind blowing, so genial. Westworld (die Serie, den Film kenn ich noch nicht) toppt in meinen Augen sowieso alles. Ready Player One fand ich gut, Enders Game, Avatar, Arrival, The 100 (ich muss die immer noch einige Staffeln aufholen), Passengers – so viele Filme und Serien, die ich der Dystopian Fiction zugeschrieben habe, aber die ja doch eigentlich Sci-Fi sind *facepalm emoji*.

    The Expanse steht jetzt auf meiner To Watch Liste (und to read, wenn ich diese Liste irgendwann mal abarbeiten kann :D). Dankeschön!

    • Wörter auf Reise

      Haha ja das kenne ich. Auf einmal ist es doch mehr als gedacht 😀
      Arrival mochte ich auch seeeehr. Villeneufe ist einfach ein Genie.
      The 100 habe ich leider in der ersten Staffel abgebrochen und jetzt höre ich von nur positives, hätte ich doch mal dran bleiben sollen 😀

      Und Yeaah, da habe ich mein Ziel ja erreicht 😀

  5. Hi Nadine,
    noch bevor ich den Beitrag angefangen habe, habe ich an The Expanse gedacht 😉 So oft wie du es in die Kamera hälst sollte ich es mir wirklich mal ansehen (also das Buch bzw Hörbuch). Ich liebe Sci/Fi-Hörbücher. Was ich sehr mochte war Ich bin viele + Fortsetzung von Dennis E. Taylor und Dark Matter von Blake Crouch.

    Ganz liebe Grüße
    Jasmin

  6. angeltearz liest

    Vielen Dank für deine Tipps. 🙂 Ich mag Science Fiction richtig gerne lesen. Es ist so toll, wie vielfältig das ist. Am Liebsten mag ich es, wenn Roboter oder generell Computer dabei sind.

    Wobei ich leider sagen muss, dass ich „The Expanse“ nicht wirklich mag. Ich finde es aber großartig, dass du sie so sehr liebst. <3

    Ganz lieben Gruß
    Steffi

  7. Coole Zusammenstellung.
    Ich habe früher viel Fantasy gelesen, aber gedacht, dass Sci-Fi nichts für mich wäre. Allerdings habe ich in den letzten Jahren gefallen an dem Genre gefunden.
    Von den von dir vorgestellten Werken kenne ich noch nicht, wobei ich „The Expanse“ schon länger lesen und anschließend die Serie gucken will.

    LG
    Elisa

    • Wörter auf Reise

      So gings mir auch, schön, dass du jetzt auch zu dem Genre gefunden hast.
      Falls du die Reihe anfangen solltest, wünsche ich dir dabei ganz viel Spaß bei, mit 8 Bänden hat man da auch einiges vor 😀
      Liebe Grüße
      Nadine

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