Meine Liebsten TV-Figuren: Der „TV Series Characters TAG“

Aktuell werde ich von der Uni stark eingebunden, was sich auch auf meinem Blog bemerkbar macht. Für umfangreiche recherchierte Beiträge fehlt mir die Zeit, weswegen es heute wieder einen TAG gibt, in dem ich euch meine liebsten und verhasstesten Serien-Protagonisten vorstelle. Entdeckt habe ich den Tag bei Nicole von Smalltownadventure, die diesen bei Weheartit gefunden- und ins Deutsche übersetzt hat. Ich habe sofort Lust bekommen, ihn ebenfalls zu machen und nach einer anstrengenden Woche in die Serienwelt abzutauchen. Es wird mehrere Teile geben, in dem es sich beispielsweise um feministische Frauenfiguren oder Figuren aus dem LGBTQ+ Spektrum drehen wird. Beim Ausfüllen ist mir aufgefallen, dass ich verstärkt auf meine Lieblinge zurückgegriffen habe wie Teen Wolf oder Downtown Abby oder aber auch Game of Thrones, die mich über einen längeren Zeitraum begleitet haben.

Vor ab: Da ich näher auf die Figuren und ihre Entwicklung eingehe, können bei einigen Spoiler auftauchen.

1. Ein männlicher TV-Charakter:

True Detective ist eine Serie, die besonders von ihren beiden Hauptcharakteren getragen wird. Neben Woody Harrelsons Figur war es gerade Matthew McConaughey, der mich mit seiner Figur Rust Cohle in den Bann gezogen hat. In den Szenen, die in der Vergangenheit spielen, ist er neu in Louisiana und mit seinem Kollegen Martin auf der Suche nach einem Ritualmörder. Er hat eine nihilistische Denkweise und sieht das menschliche Bewusstsein als ein Fehler in der Entwicklung an, dabei eckt er stark bei Martin an und es gibt hier einige starke Dialoge zwischen den beiden. Matthew McConaughey hat auch eine gewisse Ausstrahlung, wie er den Nihilismus seiner Figur rüber bringt. Mit der Zeit erfährt man auch mehr zu seinem Hintergrund und das es ihm, nachdem Tod seiner Tochter nicht gut ging und er für einige Jahre in die verdeckte Drogenermittlung musste, die für ihn sehr hart waren und ihn abhängig gemacht haben. In den Szenen, die in der Gegenwart spielen, sieht er völlig fertig und um 50 Jahre gealtert aus. Nach der missglückten Suche nach dem Täter hat er sich die ganzen Jahre weiter auf die Suche nach ihm gemacht, diese Ausdauer finde ich beeindruckend. Am Ende finden er und Martin nach ihrem Streit wieder zusammen, was ich sehr schön fand, ebenso, dass Rust Hoffnung für sich und die Welt findet:

„Once there was only dark. If you ask me, the lights winning“ (Rust Cohle)

2. Ein weiblicher TV-Charakter:

“I’m the villain in my own story. I’m the witch in my own tale. Though I insist I’m a protagonist, it’s clear that my soul is up for sale. I’m the villain in my own story, the bad guy in my TV show. I’m the ‚who‘ in the whodunit, when I go to Hell I’ll run it as Satan’s CFO!”

Ebenso wie über True Detective habe ich auf meinem Blog auch schon viel über Crazy Ex Girlfriend geschwärmt und somit konnte es nicht anders sein, als das Rebecca Bunch erwähnt wird. Rebecca ist eine Antiheldin. Keine strahlende Heldin, sondern ein Mensch mit Ecken und Kanten, mit Fehlern, physischen Problemen, die sie aber nicht davon abhalten, dass sich dennoch (mehrere) Männer in sie verlieben. Sie macht im Laufe der Serie eine Entwicklung durch und ich finde es gut, dass es nicht darauf hinauslief, mit wem sie am Ende zusammenkommt. Sie erkennt, dass, egal wen sie wählt,  sie unglücklich sein wird, weil eine Beziehung allein sie nicht glücklich machen kann. Rebecca erkennt, was sie im Leben wirklich machen möchte, und setzt sich daran, sich ihren Wunsch zu erfüllen.

3. Ein TV-Charakter, den ich nicht mag:

Ich weiß auch nicht, warum ich mit Takevshi Kovacs von Altered Carbon nie ganz warm geworden bin. Ich kann es nicht erklären, vielleicht liegt auch hier eins meiner Probleme mit der Serie, warum sie nie ganz geschafft hat, mich zu packen. Ich habe keine Sympathien mit ihm entwickelt, was dazu geführt hat, dass ich eher weniger mit ihm mit gefiebert habe. Stark genervt war ich von Hannah aus der deutschen Netflix Serie Dark. Sie blieb mir durchweg unsympathisch, sie verhält sich egoistisch, ist manipulativ und ist für mich einfach nur unerträglich.

4. Ein TV-Charakter, mit dem ich mich identifizieren kann

Urheberrecht: MTV

„Did you think that these labels would help you understand me better? Well, good luck with that. I barely understand myself. I´am a walking pile of contradictions. We all are and none of this equal us. It´s just not that black and white. And no one should be pressured to slap on a label so that someone else can define them. That´s just kind of douchey. No labels“ (Amy)

Als ich damals Faking It für mich entdeckt habe, befand ich mich in einer ähnlichen Situation wie die Protagonistin Amy und somit war hier die Identifikation sehr groß, weil es auch einige Sachen gab, die mir selbst nur allzu bekannt vor kamen. Amy war auch diejenige, die mir gezeigt hat, dass ich mir nicht zwanghaft ein Label aufdrücken muss.

5. Ein ästhetischer Charakter:

Es gibt einige ästhetische Charaktere. Bei mir ist es auch so wie im echten Leben, dass ich mit steigender Sympathie zu der jeweiligen Figur, diese auch attraktiver finde. Außerdem gib mir ein süßes Lächeln und braune Haare und ich bin hin und weg, wie bei Kai (Chris Wood) oder Stiles (Dylan O´Brien). Ansonsten finde ich auch Connor (Jack Falahee) aus How To Get Away With Murder sehr attraktiv oder bei Frauen Robin (Maya Hawke) aus Stranger Things und Allison (Crystal Reed) aus Teen Wolf.

6. Ein TV-Charakter, den jeder liebt

Urheberrecht: Netflix

“I believe this world is a damaged place, and if you can find a sliver of happiness, stay in it as long as you can.” (Poussey)

Ernsthaft, wie kann man bitte Poussey aus Orange is the new Black nicht lieben? Sie ist eine so liebenswerte, witzige und tolle Figur. Ihre Beziehung zu Soso war süß und ich habe beide sehr geshippt. Umso trauriger war ich über ihren Tod, der leider sehr starke Ähnlichkeiten zu George Floyd aufweist. Ein Wärter kniete solange auf Poussey, bis sie keine Luft mehr hatte und starb. Dies führte zu einem großen Aufstand im Gefängnis. Die Szene war sehr hart mit anzusehen. Immer noch wünsche ich mir eine andere Storyline für sie. Poussey hätte einfach nur das Beste verdient.

7. Ein psychopatischer TV-Charakter

„The Devil asked me how I knew my way around the halls of hell. I told him I did not need a map for the darkness I know so well.“ (Kai)

Ich hatte immer mal wieder meine Probleme mit Vampire Diaries und mich verbindet mit ihr auch eine Hass-Liebe. Ich mochte sie und habe einige Staffeln sehr schnell durch geschaut, dann war es mir wieder zu sehr Drama und ich brauchte erst einmal eine Pause, bevor ich weiterschauen konnte. Im Laufe der Staffeln hatte ich auch vermehrt das Gefühl, dass die Luft aus der Serie raus ist und meine Freude an Vampire Diaries sank. Und dann kam Kai. Chris Wood spielt den psychopathischen, sarkastischen Vampir einfach so genial. Ich habe jede Szene mit ihm gefeiert und hatte durch ihn wieder Freude an der Serie gefunden und war traurig, dass er Vampire Diaries so früh wieder verlassen hat.

8.Ein TV-Charakter, nachdem ich verrückt bin

„I’m 147 Pounds Of Pale Skin And Fragile Bones; Sarcasm Is My Only Defense“ (Stiles)

Ich wollte Stiles aus Teen Wolf schon öfter in diesem TAG erwähnen, aber dann dachte ich mir, das hier der einzig wahre Platz für ihn ist. Man hat es in der letzten Staffel gemerkt, wo er nur am Ende dabei war, wie sehr er die Serie getragen hat. Ohne Dylan O´Brien wäre Teen Wolf nicht Teen Wolf. Egal, wie ernst die Situation ist, Stiles hat die Situation stets mit einem Spruch aufgelockert. Ich liebe seinen Sarkasmus und das er mal nicht der klassische Bad Boy ist, sondern auch Gefühle zeigt. Es gibt da richtig schöne berührende Szenen mit Scott, seinem Vater und auch Lydia. Ganz emotional ist da auch die „You´re my brother“ Szene mit Scott. Stiles ist loyal, intelligent und schafft es, ohne übernatürliche Kräfte zu besitzen, die Gruppe häufiger zu retten. Dazu kommt das schauspielerische Talent von Dylan O`Brien, das von Staffel zu Staffel zu nimmt und seinen Höhepunkt in Staffel 3 findet, wo er echt alles gibt. Vor Kurzem gab es auch eine Teen Wolf Reunion und da ist mir auch wieder aufgefallen, wie sympathisch Dylan o`Brien ist. Er selbst ist der größte Fan der Serie und das echt schön. Ich hoffe ja, dass Dylan O`Brien noch mal auf eine Comic Con geht und das diese dann bitte in Deutschland oder Europa stattfindet.

9. Ein TV-Charakter, der ein besseres Ende verdient hat

„You’re no one until you’re talked about“ (Dan)

Dan war mir in der ersten Staffel von Gossip Girl direkt sympathisch. Er  ist witzig, hat mich oft zum Lachen gebracht und ich habe einfach ein Herz für Außenseiter. Dan war der „normale“ zwischen den High Society Menschen. Dennoch merkte man ihm an, dass er gerne dazu gehören wollte, auch wenn er es sich selbst am Anfang nicht eingestehen wollte. Über die Staffeln fiel meine Begeisterung ein wenig ab und mich störte das ständige Hin und Her mit Serena. In den letzten zehn Minuten der Serie kam dann die große Neuigkeit heraus: Dan war die ganze Zeit über Gossip Girl! Das große Mysterium wird in wenigen Minuten abgefrühstückt und noch dazu so unpassend aufgelöst. Für mich hat das Ende Dans Figur zerstört. Auch Penn Padgley, der Schauspieler selbst, äußert sich in Interviews negativ über das Ende von Gossip Girl. Und obwohl rauskommt, was Dan die ganze Zeit über getan hat, heiratet er dennoch am Ende Serena. Warum? Es ist einfach nur toxisch. Allgemein, unabhängig davon, dass er Gossip Girl sein soll (was keinen Sinn ergibt), hätte ich ihn am Ende lieber mit Blair gesehen. Ich mochte ihre Beziehung in Staffel fünf sehr, wie sie erkennen, wie viele Gemeinsamkeiten sie haben und sich ähneln. Man merkte, wie sehr er Blair liebt und für mich wäre es schöner gewesen, als es auf die Paare, bei denen es von Anfang klar war, das es auf diese hinauslaufen würde, zurückzugreifen, nur um Fan Service zu betreiben.

10. Ein toter TV-Charakter, der ein besseres Ende verdient hat

Urheberrecht: Game of Thrones

„Burn them all,“ he said. „Burn them in their homes. Burn them in their beds.“ Tell me, if your precious Renly commanded you to kill your own father and stand by while thousands of men, women, and children burned alive, would you have done it? Would you have kept your oath then? […] „Burn them all,“ he kept saying. „Burn them all.“ I don’t think he expected to die. He- he meant to… burn with the rest of us and rise again, reborn as a dragon to turn his enemies to ash. I slit his throat to make sure that didn’t happen“ (Jamie Lannister zu Brienne)

Jaime Lannister war ein Charakter, den ich zu Beginn von Game of Thrones nicht leiden konnte, schließlich hat er Bran aus dem Turmfenster gestoßen, da dieser ihn beim Geschlechtsverkehr mit seiner Zwillingsschwester erwischt hatte. Mit der Zeit wurde er mir sympathischer und ich begann ihn zu mögen, da er sich im Laufe der Serie gewandelt hat. Den Anfang hat die Szene, die ich oben eingebunden habe, gemacht. Dort erzählt er Brienne seine Geschichte, warum er den Mad King umgebracht hat. Er wollte Unschuldige vor dem verrückten König retten und hasst es daher Kingslayer“ genannt zu werden. Er hat eine so gute Charakterentwicklung hingelegt, die mit der letzten Staffel zu Nichte gemacht wurde, denn dort rennt er zu seiner Schwester zurück und stirbt zusammen mit ihr. Ernsthaft? David Benioff und D. B. Weiss haben mit der finalen Staffel einiges kaputtgemacht und eins davon ist die Zerstörung von Jamies Charakterentwicklung. Ich hätte mir für ihn ein besseres Ende gewünscht.

 

5 Kommentare

  1. Das ist eine coole Idee! TAGs drehe ich bisher nur für meinen YouTube Channel und da sind es vorwiegend Bücher TAGs. Ich wünsche dir das die stressige Phase bald wieder vorbei ist.

    Liebe Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  2. Ich könnte ja den ganzen Tag mit dir Fangirlen zu Dylan O’Brien – Schade, dass wir so weit von einander entfernt wohnen. Stell dir nur mal vor wir könnten das bei Kaffee und Kuchen :D. Ein Traum. Ich musste gerade schmunzeln, wie ähnlich unser Männergeschmack ist – Dylan O’Brien finde ich auch total attraktiv und hier sogar mal einen Schauspieler in meinem Alter. Die Ehre wird ihm auch nur mit Grant Gustin zu Teil, ansonsten sind die meisten Darsteller die ich attraktiv finde schon ewas älter: Ian Somerhalder, Chace Crawford, Sam Heughan, Jared Padalecki und jap Jack Falahee finde ich auch extrem hot :D. Bei den Frauen schließe ich mich an Crystal Reed ist so verdammt perfekt, ihr Lachen ist der Wahnsinn, ich finde aber auch Holland Roden äthestisch perfekt. Ansonsten noch Inbar Lavi, aber auch Natalie Dormer (v.a. weil sie doch etwas unkonventioneller ist, aber gerade das macht sie so perfekt für mich), Chloe Benett, Tati Gabriel oder Sophia Bush. Die Liste ist auch hier echt lange :D.

    Ja Kai hätte echt gerne noch länger bei Vampire Diaries verweilen können, aber er hat in der finalen Staffeln dann am Ende auch Gastauftritt, genauso wie nun bei „Legacies“ und die sind alle sehenswert. Gerade in „Legacies“ hebt er die Qualität der Staffel enorm an und es ist so als wäre Kai nie weggewesen. Trotz all der Jahre schafft er es schauspielerisch da nahtlos anzuschließen. Ich würde mir Chris Wood ja auch wieder als Lead in einer Serie wünschen, aber sein neuester Pilot wurde leider nicht bestellt – was in der Serienlandschaft doch für viele ein Überraschung war, weil das wohl einer der „Safe Bets“ war. Ich drücke ihm da echt die Daumen für Post-Corona, dass er da bei der nächsten Pilot Season oder in einer Serie von einem Streamingdienst wieder ein spannendes Projekt findet, wo er auch sein volles Talent zeigen kann. Würde ihn gerne in einer anspruchsvollen Rolle sehen, wo er noch mehr Facetten zeigen kann.

    Jap Dan darüber hatten wir es ja schon mehrfach. Stimme dir in allen Punkten zu. Genauso wie bei Jamie übrigens. Er wurde mir in den letzten „GoT“-Staffeln so sympathisch, die Entwicklung war mega und eine Sache die mir extrem gut gefallen hat. Dann hat man das komplett zerstört. Bin darüber immer noch wütend und muss mich hier echt zurückhalten sonst rante ich wieder über diese katastrophale letzte Staffeln, über die ja eigentlich schon alles gesagt ist :D.

    Bin schon gespannt auf die Antworten von dir zu Teil 2, falls du wieder dabei bist. Ich habe daran nämlich heute morgen weitergearbeitet und der könnte diese Woche online gehen.

  3. Blair und Dan habe ich mir nie zusammen vorgestellt, aber ich habe wohl die Serie einfach nicht weit genug geguckt. Das die Serie so endet, wusste ich aber und .. ich kann es immer noch nicht recht nachvollziehen O__o War dieses Ende von Anfang an geplant oder spontan überlegt?

    Hab überlegt mir auch mal den Tag zu klauen, aber ich scheitere schon daran mir nur einen Männlichen und einen weiblichen Charakter zu erwählen x’D

  4. Wörter auf Reise

    das Ende und die Auflösung war nicht so geplant und daher merkt man das der Serie halt auch sehr an. Zu dem Tag selbst, schließe dich gerne an, ich musste auch immer wieder überlegen nicht immer nach den gleichen Protas zu greifen 😀

  5. Wörter auf Reise

    Danke! Das mit Bücher TAGs ist auch cool, muss ich mal bei deinen Videos vorbei schauen 🙂

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