Mein Bullet Journal & ich

Ich bin eine sehr chaotische Person. Termine vergessen, Termine doppelt legen oder auch mal pünktlich eine Stunde zu spät kommen – ist bei mir alles schon häufiger passiert. Dazu kommt ein Chaos an Zetteln, hier etwas auf einen Block geschrieben, dann wieder hier auf einen anderen. Uni, Blog, Schreiben alles wird zu einem undurchschaubaren Stapel an Zetteln.

Um mein Chaos zu bündeln, habe ich mich im vergangenen Jahr im April dazu entschieden, ein Bullet Journal zu starten. Ich habe es schon mehrmals bei anderen gesehen und dachte, es wäre ein Versuch wert. Über das Jahr verteilt habe ich gemerkt, welche Seiten ich brauche und welche für mich nicht nützlich sind. Eine Daily Routine ist zum Beispiel nichts für mich, ich kann meinen Tag nicht im Minuten Takt durchplanen. Ja um 14 Uhr ist Nachhilfe, aber ob ich bis dahin zwei oder drei Stunden für die Uni lerne, entscheide ich individuell. Ich kann mich einfach nicht an exakte Zeitangaben halten.

Heute möchte ich euch mein Bullet Journal vorstellen, dass ich zwar versuche bunt zu gestalten, allerdings überwiegt bei mir der praktische Faktor. Zeichenkünste sind bei mir wie ihr sehen werdet nicht vorhanden. Meine Wahl fiel mir wieder auf ein Bullet Journal von Leuchtturm. Ich hatte zuvor eins von EMF probiert, doch dort blieben die Seiten nicht offen aufgeschlagen, was mir beim Arbeiten hinderlich ist. Praktisch beim Leuchtturm sind zwei Bände, mit denen man schnell Seiten, die man häufig nutzt, findet.

Der Anfang: Inhaltsverzeichnis und future log

Ganz klassisch beginnt mein Bullet Journal mit einem Inhaltsverzeichnis und anschließend mit einem key, mit der Erläuterung der einzelnen Zeichen und einem Zitat von Imagine Dragons. Die nächsten Seiten gehören meinem Studium, wo ich Platz für die nächsten Semester gelassen habe, damit ich dort meinen Stundenplan, Abgaben und Prüfungen notieren kann, um nichts zu vergessen und alles auf einem Blick zu haben. Anschließend folgt mein future log, den es in den verschiedensten Gestaltungen gibt. Mir war es wichtig, Platz für das Notieren von Terminen zu haben, damit ich sie auch paar Monate im Voraus eintragen kann, weswegen ich mich für die Variante entschieden habe.

Period Tracker

Erst im Laufe des letzten Jahres habe ich bei Pinterest einen Period Tracker entdeckt und ich wusste sofort, dass ich so einen brauche. Dadurch habe ich jetzt einen besseren Überblick, wann ich meine Tage kommen und ich kann nachschauen, wie oft ich in einem 3-Wochen Rhythmus bin. Ich hatte mir auch überlegt, ob ich den Stärke Grad eintragen soll, doch dafür habe ich keine gute Vorlage gefunden. Allerdings wäre für menstruierende Menschen, die oft starke Schmerzen haben, vielleicht eine zusätzliche Tabelle interessant.

Bücher, Filme und Serien

Welche Bücherliebende Person kennt es nicht, die Sache mit den SUB? Zurzeit besteht meiner aus 22 Büchern, die ich alle aufgelistet habe und die ich hoffentlich im Verlaufe des Jahres abhacken kann. Mal schauen, wie weit ich letztendlich kommen werde.Nicht nur Bücher sammeln sind bei mir, sondern es sind auch ein paar Blu-rays zusammen gekommen, die noch darauf warten, geschaut zu werden. Darunter sind unter anderem die Klassiker Metropolis und Spiel mir das Lied vom Tod, der Oscar Gewinner Moonlight aus dem Jahr 2016 und der deutsche Drama/ Mysterie Film Der Nachtmahr.

Da ich im letzten Jahr verstärkt, neue Filme gesehen habe, Cocktail für eine Leiche aus dem Jahr 1948 von Alfred Hitchcock stellte eine Ausnahme dar. Um das zu ändern, habe ich mir ein paar Filmklassiker notiert, die mich ansprechen und auf die ich neugierig bin. Darunter sind weitere Alfred Hitchcock Filme, 2001 – Odyssee im Weltraum und die Fortsetzungen von Der Pate.  Meine Serienliste ist verhältnismäßig klein. Sehr freue ich mich darauf His Dark Materials und The Expanse weiter zu schauen und auch die letzte Staffel von Orange Is The New Black möchte ich nachholen, die gefühlt schon jeder gesehen hat, zu der mir aber letztes Jahr die Motivation fehlte.

Ziele

Setzt ihr euch Ziele für das neue Jahr? Ich habe mir für 2020 nach langem wieder welche gesetzt. Da nach dem Theater mit meinem Dozenten aus meiner Bachelor Arbeit nichts geworden ist, steht sie zu beenden ganz oben auf der Liste. Ansonsten möchte ich mich besonders dem Schreiben widmen, dass in den Jahren davor nur halbherzig angegangen habe und was ich jetzt ändern möchte. Darüber hinaus habe ich mir noch ein paar persönliche Ziele gesetzt.

Der Monat Januar

Das war es mit den allgemeinen Seiten, jetzt kommt der Monat Januar mit seiner Monats- und Wochenübersicht, wo ich viel Platz für Erledigungen gelassen habe. Da ich, wie ich oben geschrieben habe, endlich mehr Schreiben möchte, habe ich mir dazu einen kleinen Plan erstellt, wo ich jeden Tag ausmale, an dem ich an einem Projekt geschrieben oder geplottet habe. Diesen werde ich aber erst für den Februar bzw. März nutzen, weil ich zurzeit noch sehr mit meiner BA eingenommen werde und nicht gut dadrin bin, an mehren Baustellen gleichzeitig zu arbeiten.

 

BA & Workout Tracker

Für meine Bachelor Arbeit habe ich ein paar Seiten freigehalten, um auch kleine Fortschritte zu notieren, die mir hoffentlich das Gefühl vermitteln, voranzukommen. Zum ersten Mal teste ich einen Workout Tracker, weil ich im Dezember durch die Weihnachtszeit Sport schleifen gelassen habe und ich gerne wieder auf drei Tage in der Woche kommen möchte. Ich brauche das Auspowern zum Ausgleich. Eine Liste mit Ausgaben darf auch nicht fehlen, die ich für den Januar hoffentlich nicht nach der Hälfte des Monats schleifen lasse, wie es sonst oft der Fall war.

Filme, Bücher und Blog

Weitere notiere ich in meinem Bullet Journal auch Filme und Bücher, die ich im jeweiligen Monat konsumiert habe, schreibe Informationen dazu und wie sie mir gefallen haben – kurze Eindrücke, die mir beim Schreiben von Rezensionen oder meinen Monatsrückblick helfen.

Dann habe ich noch eine Memorie-Seite, wo ich schöne Unternehmungen und Erlebnisse aus dem jeweiligen Monat notiere. Zum Schluss folgen die Seiten für die Planung meines Blogs, die immer ein wenig chaotisch da her kommen, weil ich zwar vorproduzieren möchte, letztendlich meinen Plan aber doch häufiger mal wieder umändere.

Habt ihr ein Bullet Journal und wie nutzt ihr es?  Wenn nein, wäre ein Bullet Journal etwas für euch, oder eher nicht?
Ich freue mich über eure Kommentare! 🙂

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