Harry Potter Monat Teil 1

Ein Gespräch über unsere Liebe zur magischen Welt von Hogwarts und Co.

VON NADINE UND SARAH

Sarah: Hey Nadine! Weißt du, was ich heute gelesen habe? Am 28. Juli vor 20 Jahren erschien das erste Harry Potter Buch auf Deutsch. Kannst du
dir das vorstellen? So lange ist das schon her… Und mich fasziniert
diese ganze Geschichte heute immer noch sehr. Die Filme finde ich auch
richtig gelungen und das passiert bei Buchverfilmungen ja leider nicht
immer. Aber was gefällt dir eigentlich besser, Buch oder Film?

Nadine: Nach 20 Jahren hat sich an der Faszination von Harry Potter nichts geändert. Sei es durch das Theaterstück oder die Filme – Harry Potter hat immer noch einen großen Stellenwert und ich bin immer noch von der Geschichte begeistert, wie ich es als kleines Kind war.
Ich glaube, als Buchleserin ist die Antwort klar, welches man bevorzugt. In den Büchern gibt es Peeves, über Neville wird viel mehr berichtet… Ich könnte die Liste jetzt ewig weiterführen. Aber ich liebe auch die Filme. Die Filme bringen das Gefühl rüber, welches ich beim Lesen hatte. Schon wenn ich die Musik höre bekomme ich eine Gänsehaut. Besonders die ersten Filme kann ich fast fließend mitsprechen, so oft habe ich sie mittlerweile schon gesehen. Ich könnte mich nicht festlegen, welchen Film und/ oder Buch mein Lieblingsteil ist, wie sieht es bei dir aus?

Sarah: Das ist wirklich eine schwierige Frage. Ich mag es, dass die ersten Bücher noch relativ kurz und einfach gehalten sind, aber sie die Geschichte trotzdem ganz wunderbar anfangen zu erzählen. Später wird die Handlung komplexer, düsterer und immer spannender, das liebe ich an den letzten Teilen. Auch in den Filmen kann ich mich nicht wirklich festlegen, da ich es lustig finde, den Schauspielern beim Heranwachsen zuzusehen, wie jung und etwas unbeholfen sie noch im ersten Teil waren und dann mit der ganzen Harry Potter Welt erwachsener wurden. Ich mag in jedem Teil einfach diesen Gedanken, dass es eigentlich ein ganz normales Schuljahr an einer magischen Schule ist und trotzdem immer irgendetwas Spannendes oder Verrücktes passiert und es nie langweilig wird. Welcher Schüler wünscht sich das nicht und vor allem, welches Kind der Harry Potter Zeit wartet nicht bis heute noch auf seinen Brief aus Hogwarts? Wie sieht es bei dir aus, wie würdest du dir deine Zeit dort vorstellen, wenn sich dieser Traum für dich erfüllt hätte? In welchem Haus wärst du wohl?

Nadine: Ja der Brief… Ich war wirklich traurig, als ich mit elf keinen Brief erhalten habe. War bestimmt so eine Eule wie Errol, der sich nur verflogen hat und seit zehn Jahren durch Europa fliegt. Irgendwann wird er ankommen, da bin ich mir ganz sicher.
Kleine Anekdote dazu: Ehemalige Schulfreunde von mir haben mal eine Harry Potter Geburtstagsmottoparty veranstaltet, und da hat jeder einen selbstgestaltenen, originalgetreuer Brief bekommen. Zwar auf modernen Muggelpostwegen, aber trotzdem.
Nun zu der Sache mit dem Haus: Als ich das erste Mal den Test auf Pottermore gemacht habe, ist Hufflepuff rausgekommen. Nach der Aktualisierung der Seite war es dann einmal Gryffindor und dann Ravenclaw. Also wo gehöre ich jetzt hin? Ich finde dies schwierig, weil ein Mensch komplexer ist und verschiedene Charaktereigenschaften der jeweiligen Häuser besitzt. Aber nachdem ich mich nach dem ersten Test mehr mit dem Haus Hufflepuff beschäftigt habe, muss ich sagen, dass ich dort am besten aufgehoben bin. Hufflepuff ist nämlich ein tolles Haus, dass einfach zu sehr mit Vorurteilen belastet ist à la „da sind nur Looser drin“. Dabei sind Eigenschaften wie Loyalität, Hilfsbereitschaft und Fleiß, positive Attituden. Zudem sind Hufflepuff auch mutig, nur statt sich wie Gryffindors Hals über Kopf in eine Gefahr zu stürzen, kommen sie aus ihrem Dachsbau dann hervor, wenn es wirklich notwendig ist, wenn beispielsweise Freunde in Gefahr sind. Und ist das nicht viel intelligenter? Beispielsweise würde ich nicht freiwillig von einem zehn Meterturm springen, würde aber das Leben eines Freundes davon abhängig sein, würde ich meine Arschbacken zusammenkneifen und springen.
Wenn ich in Hogwarts wäre, würde ich mich über die Mitschüler der anderen Häuser aufregen, die meinen würden, dass wir Hufflepuff nichts drauf hätten. Hier wäre ich so ehrgeizig, dass ich alles daransetzen würde, ihnen das Gegenteil zu beweisen. Ansonsten würde ich mich über das ganze leckere Essen freuen, darüber das Schloss zu erkunden und durch Hogsmead zu bummeln und in den drei Besen mit meinen Freunden ein Butterbier zu trinken. Besonders auf die Zauberkunsstunden und Verteidigung gegen die Dunklen Künste würde ich mich freuen. Ach ja und natürlich fliegen, obwohl ich glaube, dass ich da eher eine Hermine oder ein Neville wäre.
Wie sieht es bei dir aus? Auf was würdest du dich am meisten freuen und welches Haus ist deins?

Sarah: Ich glaube, ich würde meine ersten Tage in Hogwarts damit verbringen, diese faszinierenden sich bewegenden Treppen zu erkunden und wo sie überall hinführen. Hoffentlich ohne mich zu verlaufen, denn das schaffe ich selbst an meiner kleinen ganz realen Uni manchmal. Den Unterricht fände ich auch sehr spannend, vor allem Zauberkunst, weil man da endlich richtig zaubern könnte. Und auf einem Besen würde ich auch gerne fliegen, obwohl für mich sicherlich kein Platz im Quidditch Team wäre, Ballsportarten sind nicht so meins. Nach dem Unterricht dann das weitläufige Gelände erkunden, Hagrid in seiner Hütte besuchen… Da kann man richtig ins Träumen kommen. Aber zu welchem Haus ich gehören würde? Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ein lustiger Test im Internet steckte mich zu gleichen Teilen nach Hufflepuff und Slytherin, eine sehr interessante Kombination. Im Hogwarts Mystery Spiel habe ich mir Rawenclaw ausgesucht. Und als ich die Bücher das erste Mal las, träumte ich davon, auch ein Gryffendor zu sein. Diese Entscheidung müsste dann also doch ganz alleine der sprechende Hut treffen. Eine Frage habe ich noch an dich, bevor wir weiter unseren Harry Potter Monat vorbereiten. Welche drei Dinge in Verbindung mit der Geschichte um unseren Lieblingsmagier möchtest du noch erleben?

Nadine: Unbedingt mit den Hogwarts Express, dem Jacobite Steam Train, durch Schottland fahren. Ein absoluter Traum von mir! Ansonsten die Harry Potter Studio Tour in London machen und mir das The Cursed Child ebenfalls in London anschauen!! Und weißt du was das Beste an der Sache ist? Beides werden wir nächsten Jahr im März machen!! Schon bei dem Gedanken werde ich ganz hibbelig!
Was waren deine schönsten Harry Potter Momente? Bei mir war es eindeutig der Besuch der Christ Church in Oxford, in der die Filme gedreht wurden. Das hat meine Abschlussfahrt nach England wirklich unvergesslich gemacht.

Sarah: Ohja, unser Ausflug nächstes Jahr nach London wird bestimmt wundervoll. Ich freue mich schon sehr auf alles, was wir dort erleben werden.
Richtige Harry Potter Momente an Drehorten oder ähnliches hatte ich leider noch nicht, weil auf unserer England-Klassenfahrt keine Zeit für solche schönen Entdeckungen blieb. Dafür erinnere ich mich gerne an die Kinobesuche mit meinem Papa zu den letzten Harry Potter Filmen (als der erste in die Kinos kam, war ich dazu noch zu jung). Und wie ich mit meinem Freund einige Teile geschaut habe und wir beide sofort wussten, was als nächstes passiert und welche Stellen wir besonders mögen. Und immer, wenn irgendwo die Titelmelodie (Hedwig’s Theme) erklingt, bekomme ich eine Gänsehaut. (Ihr habt sie jetzt bestimmt alle im Ohr.)

Was würdet ihr, liebe Leser, auf unsere Fragen antworten? Hinterlasst uns gerne einen Kommentar oder schreibt Nadine auf Twitter. Dann wird die Wartezeit bis zum nächsten Beitrag in einer Woche auch nicht ganz so lang.

3 Kommentare

  1. Daraus einen Dialog zu machen finde ich echt klasse. Fand den auch unglaublich spannend zu lesen :). Also ich finde ja auch beides gelungen. Bücher und Filme. Klar beinhalten die Bücher mehr Details, das konnten die Filme in der Laufzeit auch gar nicht alles unterbringen, aber trotzdem habe ich beides genossen. Bei den Filmen fand ich den Cast schon so passend und auch die Kulissen sind meiner Vorstellung sehr nahe gekommen. Und auch finde es schön Schauspieler beim wachsen zuzusehen und verfolge deshalb noch heute die Karrieren von Daniel, Emma, Rupert, aber auch Tom Felton oder auch Matthew Lewis.

    Auf den Brief warte ich ebenfalls noch :P. Ich glaube, den haben sich alle Fans der Reihe gewünscht. Mein Highlight in Bezug auf Harry Potter war übrigens die Studio Tour, die habe ich vergangenen Herbst gemacht und wünsche euch ganz viel Spaß. Der Eintritt lohnt sich und ich denke heute noch mit einem Lächeln daran zurück. Da gibt es so viele bewegende Momente und Dinge, die mich zum Träumen und Staunen gebracht haben. Würde die jederzeit wieder machen. Ansonsten würde ich gerne in den Warner Bros. Park nach Orlando, da gibt es ja auch den Harry Potter Park, wo man Hogwarts und Hogsmeade nachgebaut hat, da durchzulaufen stelle ich mir ebenfalls magisch und beeindruckend vor. Ansonsten wäre es mein Traum mal ein paar der Darsteller auf einer Convention zu treffen oder auch mal einen Harry Potter Escape Room zu machen, die sind bestimmt auch lustig.

  2. Pingback: Harry Potter Monat Teil 4 | Wörter auf Reise

  3. Sehr schön geschrieben und sehr schön zu lesen 🙂
    Ich weiß noch ganz genau wie ich das erste Buch in der Hand hielt und gelesen habe ,da war ich gerade mal 7 Und mittlerweile bin ich 24 und der Wahnsinn hört immer noch nicht auf 😂
    Liebe Grüße:)

Kommentar verfassen