Filme, auf die ich mich freue – Kinovorschau 2020

Fortsetzungen, Remakes, Reboots, Marvel und Disney – als ich nach Filmen für das neue Jahr geschaut habe, war ich erst wenig begeistert: Schon wieder eine Comicverfilmung, noch ein Fast and Furious Teil? Doch umso länger ich geschaut habe, desto mehr spannend klingende Produktionen habe ich gefunden. Filme, die sich für mich viel versprechend anhören, stelle ich in diesem Beitrag vor. Es ist eine bunte Mischung aus großen Blockbustern und kleineren Indie-Filmen.

Dune

Unangefochten auf Platz eins meiner Vorfreude steht Dune, bei dem es sich zwar auch um ein Remake handelt, aber hey, der Film wird von Denis Villeneuve gedreht. Der kanadische Filmregisseur und Drehbuchautor weist mit Blade Runner 2049, Arrival, Sicario und Prisoners eine beeindruckende Filmbiografie auf und hat mit ihnen einige der besten Filme der letzten Jahre geschaffen, bei denen ich jeden einzelnen absolut liebe. Wenn also jemand die Neuverfilmung des Wüstenplanten aus 1984 gelingen kann, dann ist es er.

Der Film basiert auf der Romanreihe Dune von Frank Herbert, die ich bisher selbst nicht gelesen habe. Vielleicht hole ich das vorher nach. Kennt jemand von euch das Buch oder den Film aus 1984? Gedulden müssen wir uns noch bis zum 23.Dezember, bis wir das abgeschlossene Ergebnis auf Leinwand sehen können. Mit dabei ist unter anderem Timothée Chalamet, der in Call Me By Your Name und Beautiful Boy sein Talent unter Beweis gestellt hat. Ansonsten sind noch Rebecca Ferguson (Mission: Impossible – Fallout) und Dave Bautista (Guardians oft he Galaxy) dabei. Die Musik stammt zudem aus der Feder von Hans Zimmer! Braucht ihr noch mehr Argumente für diesen Film?

Zur Handlung: „Paul Atreides, ein brillanter und begabter junger Mann, ist in eine schicksalhafte Bestimmung hineingeboren worden. Er muss auf den gefährlichsten Planeten des Universums reisen, um die Zukunft seiner Familie und seines Volkes zu sichern. Böse Kräfte sind in einen Konflikt um die ausschließliche Versorgung des Planeten mit Spice verwickelt, der wertvollsten Ressource überhaupt, die das größte Potenzial der Menschheit freisetzen kann.“ (Quelle: Wikipedia).

Little Joe – Glück ist ein Geschäft

Urheberrecht: Magnolia Pictures & Magnet Releasing

Die Musik des Trailers zum Science-Fiction-Drama und Psychothriller ist eindringlich und ich mag den sterilen Look. Es geht um die Wissenschaftlerin Alice, die eine Pflanze erschaffen hat, deren Duft die Menschen glücklich machen soll. Doch wie es bei Erfindungen so gerne ist, machen sie nicht immer das, was man möchte.Bei den Filmfestspielen in Cannes 2019 hat Emily Beecham den Preis als beste Hauptdarstellerin erhalten. Zu dem Film der österreichischen Regisseurin Jessica Hausner habe ich sowohl positive Kritiken als auch negative Stimmungen gehört, die den Film als langweilig empfunden haben. Wer sich selbst überzeugen möchte, kann es ab dem 9. Januar tun.

1917

Urheberrecht: Universal Pictures

Am 16. Januar erscheint 1917 von Regisseur Sam Mendes (Skyfall, Spectre und American Beauty). Kriegsfilme sind nicht unbedingt mein Genrejedoch haben die positiven Kritiken mich überzeugt, ins Kino zu gehen. Das Filmerlebnis wurde als intensiv beschrieben und besonders die Ausstattung des Sets sowie die Kameraarbeit um das Team von Roger Deakins (Blade Runner 2049!) hoch gelobt. 1917 soll das Gefühl erzeugen, dass man einen Film ohne sichtbaren Schnitt sieht. Dies sind Gründe für mich, mich selbst im Kino davon zu überzeugen, da er etwas für die große Leinwand ist. Der Film erzählt von einem Tag im Leben zweier britischer Soldaten im ersten Weltkrieg.

The Gentlemen

Urheberrecht: STX Entertainement

Ich habe mir den Trailer von The Gentlemen angesehen und wusste direkt, dass ich ab dem 27. Februar ins Kino gehen werde. Die Gangster-Komödie sieht mit seiner schrägen Art genau nach meinem Humor aus. Spaßig und brutal könnte es werden. Guy Ritchies neuer Film hat ein hochrangiges Star Ensemble: Matthew McConaughey, Charlie Hunnam, Henry Golding, Michelle Dockery, Colin Farrell und Hugh Grant.

Handlung: „Der Amerikaner Mickey Pearson (Matthew McConaughey) hat in London ein hochprofitables Marihuana-Unternehmen aufgebaut. Als sich herumspricht, dass er sein Geschäft aufgeben und sich auszahlen lassen will, versuchen einige Menschen mit allen Tricks, sich das Sahnestückchen unter den Nagel zu reißen.“ (Quelle: Kino-Zeit)

Waves

Urheberrecht: A24

Am 19. März erscheint mit Waves ein romantisches Filmdrama von Trey Edward Shults, der auch das Drehbuch dazu schrieb. Leider wird er wohl nur in kleinen Kinos laufen, obwohl vom Indie Label A24 zuletzt einige hervorragende Filme erschienen (Hereditary, Moonlight). Waves erzählt vom Leben zweier afroamerikanischer Geschwister. Der 18-jährige Tyler, Westlingstar seiner Highschool kämpft mit dem Druck seines Vaters und dem Versuch ein scheinbar perfektes Leben zu führen, das immer mehr ins Wanken gerät. Der zweite Teil des Film wird das Leben seiner Schwester Emily beleuchten. In den Hauptrollen sind Sterling K. Brown und Taylor Russell zu sehen. Zudem ist Lucas Hedges mit dabei, der im leider untergegangenen Film Ben is Back aus 2019 an der Seite von Julia Roberts eine großartige Performance abgeliefert hat.

Doch zurück zu Waves:  Neugierig machte mich die Beschreibung des Films auf Wikipedia, in der es heißt, dass der Regisseur Shults den Film in zwei klar definierten Hälften gegliedert hat, einmal die Liebesgeschichte von Tyler Williams und dann von seiner Schwester Emily. Somit besteht der Film aus zwei getrennten Erzählungen:

„Peter Debruge von Variety beschreibt den Fokuswechsel in der Mitte des Films als eine Veränderung, die so radikal ist wie die der Duschszene in Psycho und für die sich Shults von der gegabelten Struktur von Wong Kar-wais Chungking Express inspirieren ließ. Wenn Emily aus Tylers Schatten auftaucht, behaupte sie ihren Platz als wahre Protagonistin des Films. Insbesondere werde diese Transformation durch eine romantische Verbindung mit Tylers weißem Teamkollegen Luke ausgelöst.“ (Wikpedia)

Lucy in the Sky

Urheberrecht: FoxSearchlight

Lucy in the Sky ist der erste Film von Noah Hawley. Zuvor war er als Executive Producer und Drehbuchautor für die Serien Fargo und Legion tätig. Gute Voraussetzungen für sein Debüt, in dem Natalie Portman die ehrgeizige Astronautin Lucy Cola spielt, die besessen danach ist, wieder in den Weltraum zu reisen, doch nach ihrer letzten Weltraumfahrt mit psychischen Problemen, wahrscheinlich einer posttraumatischen Belastungsstörungen, zu kämpfen hat. Mental Health trifft auf Science-Fiction? Das könnte etwas werden. Kinostart ist der 2. April.

Tenet

Urheberrecht: Warner Bros. Pictures

Wenig Informationen gibt es bisher zu dem Action-Spionage Film Tenet von Christopher Nolan, der am 16. Juli in den deutschen Kinos starten wird. Und auch der Trailer lässt die Zuschauer*innen über die exakte Handlung im Dunkel. Auf jeden Fall spielt, wie in einige seiner vorherigen Filme, Zeit eine große Rolle. Der Trailer sieht atmosphärisch und verwirrend aus und macht Lust auf mehr. Neben Dune liegt hier meine größte Erwartung. Mit dabei sind in Tenet unter anderem John David Washington, Robert Pattinson und Elizabeth Debicki.

The King´s Man – The Beginning

Urheberrecht: 20th Century Fox

Auch ein Prequel hat es auf meine Liste geschafft. Kingsman: The Secrect Service gehört zu meinen Lieblingsfilmen aus den letzten Jahren, den ich mittlerweile schon häufig gesehen habe, weil er mir jedes Mal aufs Neue eine Menge Spaß bereitet. Der Film ist witzig, brutal (diese Kirchenszene!), schauspielerisch top, nimmt gekonnt das Agenten Genre aufs Korn und hat Stil. Beim zweiten Film habe ich mich immer noch unterhalten gefühlt, doch der Charme seines Vorgängers hatte er nicht. The Kings´s Man, der die Entstehung der ersten Kingsmen während des ersten Weltkrieges erzählt, könnte nach dem Trailer zu urteilen wieder mehr meinen Geschmack treffen, obwohl der Flair ein anderer ist. Mit dabei ist unter anderem Ralph Fiennes, den ich als Schauspieler schätze. Ich könnte mir niemand anderen als Lord Voldemord vorstellen. Kinostart ist der 17. September.

Bios

Zum Sci-Fi Drama Bios gibt es bisher noch keinen Trailer. Dort spielt Tom Hanks einen sterbenden Erfinder, der in einer post-apokalyptischen Zukunft einen Roboter erstellt, der sich nach seinem Tod um seinen Hund kümmern soll. Vielversprechend ist Regisseur Miguel Sapochnik, der bei den großartigen Game of Thrones Folgen „Hartheim“ in der fünften Staffel und „Die Schlacht der Bastarde“ in der sechsten Staffel den Regieposten übernahm. Kinostart ist der 30. September.

The Woman in the Window

Urheberrecht: 20th Century Fox

Ein interessanter Psychothriller könnte The Woman in the Window werden. Dort beobachtet die New Yorkerin Dr. Anna Fox von ihrem Fenster aus einen Gewaltakt im Haus gegenüber. Sie muss der Polizei beweisen, dass dieser wirklich passiert ist und es sich nicht um Wahnvorstellung oder Einbildung handelt. Ich persönlich mag es, wenn Filme zwischen Realität und Einbildung spielen und man sich nie sicher sein kann, ob das, was man sieht „wirklich“ passiert oder nicht. Mit Amy Adams, Julianne Moore und Gary Oldman sind im Film von Regisseur Joe Wright (Die Dunkelste Stunde, Stolz und Vorurteil) talentierte Schauspieler*innen dabei. Ob wir einen spannenden Thriller bekommen oder nicht, werden wir am 14.Mai im Kino erfahren. Kennt ihr das Buch, das als Vorlage diente?

Auf welche Filme freut ihr euch besonders?
Geht ihr gerne ins Kino oder streamt ihr lieber zu Hause?

2 Kommentare

  1. Oh, den Natalie Portman Film hatte ich ja noch gar nicht im Fokus. Danke für den Hinweis. 🙂

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