Erlebt im Januar | Konzerte: Sunset Sons & Meet and Greet Sum41

Bachelor Arbeit, Meet and Greet mit Sum41 – im Januar war bei mir viel los. Da im vergangenen Jahr meine Monatsrückblicke häufiger die Länge eines kurzen Romans annahmen, gibt es für den Januar drei thematisch seperate Beiträge: Erlebt (heute), Filme (morgen) und Bücher (Mittwoch).

Eine gute Nachricht in der Familie nahm mir eine große Last vom Herzen und schenkte mir positive Energie und viel Freude fürs neue Jahr. Das führte dazu, dass das fortführende Wlan-Theater zu einem nervigen Jucken wurde und meine Laune nicht betrübte. Selbst meine Bachelorarbeit schaffte es nicht, auch wenn sie mich zeitweise zur Weißglut trieb. Wobei da eher der Grund die strikten Vorstellungen meines Dozenten sind, bei denen ich die Sorge habe, dass ich sie nicht erfülle. Davon abgesehen finde ich meine Arbeit gut strukturiert und habe sie jetzt weitestgehend in der Rohfassung zu Ende geschrieben. Somit kann ich mir im Februar entspannt der Überarbeitung widmen, da sie erst am ersten März zu Freunden zum Korrektur lesen geschickt wird. Ich bin froh, meine persönliche Deadline eingehalten zu haben und mich im Februar so wieder anderen Dingen widmen zu können. Ausgleich von der Bachelor Arbeit habe ich im Kino gefunden, ganze vier Mal war ich im Januar im Lichtspielhaus und jeder Film hat sich gelohnt. Gelohnt haben sich auch beide Konzerte, die ich mit Abstand von einem Tag besucht habe. Ist es nicht immer das gleiche? Entweder macht man wochenlang nichts oder alles kommt auf einmal.

Sum41 Meet and Greet oder auch die Kunst vom Künstler trennen

Wer mir auf meinen Social Media Kanälen folgt, weiß, wie groß meine Vorfreude auf das Meet and Greet mit meiner absoluten Lieblingsband Sum41 war. Ich war nervös, habe das Treffen im Kopf durchgespielt, habe mir im Kopf zusammengelegt, was ich sagen könnte und was war letztendlich der Fall: Statt einem Meet and Greet hat jeder nur ein schnelles Foto bekommen. Nicht einmal eine persönliche Begrüßung war der Fall, geschweige das ein Austausch von zwei Sätzen möglich war. Stattdessen sollten wir uns in eine Reihe stellen, man hat „Hi“ in die Runde gesagt und ein Foto wurde gemacht – fertig. Besonders enttäuscht war ich vom Sänger Deryck, der lustlos an der Seite stand und so gar nicht auf die Fans eingegangen ist. Wozu veranstaltet man ein Meet & Greet, wenn man keine Lust darauf hat und nicht der Typ dafür ist? Kann sein, dass er einen schlechten Tag hatte, privat schüchterner ist, als er sich auf der Bühne gibt oder nach der langen Zeit im Showbusiness keine Lust mehr auf Fans hat – alles in Ordnung, nur dann kann man ein Meet & Greet auch einfach sein lassen.

Eine Freundin hat mich anschließend gefragt, ob Sum41 immer noch meine Lieblingsband ist oder nach der Enttäuschung nicht mehr. Sicherlich, ich finde es schade und doch bleibt meine emotionale Verbindung zu den Songs. Es ist weiterhin so, dass die Musik mit 13 eine Art Rettungsanker für mich war, als ich meine Schulzeit absolut gehasst habe, dass ich sie rauf und runter gehört habe und das ich insbesondere zu „Pieces“ eine große emotionale Verbindung habe. Daran hat sich in den letzten zehn Jahren nichts geändert, bin ich überfordert mit der Welt, wird laut Sum41 aufgedreht. Vom Künstler hinter der Musik bin ich enttäuscht, von der Musik weiterhin begeistert. Ähnlich ergeht es mir mit Harry Potter und Joanne K. Rowling. Ich kritisiere sie für einige ihrer Aussagen und dennoch hat Harry Potter einen festen Platz in meinem Herzen. Das Schlagwort ist hier, die Kunst vom Künstler*in zu trennen. Wie sich Stars auf der Bühne oder vor der Kamera geben, passt nicht immer mit der Person, die sie privat sind, überein.

Trotz dieser Sache hatte ich einen tollen Abend. Der Einblick in den Soundcheck war interessant und ich habe beim Meet and Greet nette Menschen getroffen. Das Konzert selbst war wie gewohnt fantastisch. Die erste Reihe war zwar sehr verlockend, doch nachdem ich in Oberhausen vor zwei Jahren mit der Enge in der Menschenmasse an meine Grenzen gekommen bin, fiel dieses Mal meine Wahl auf einem Sitzplatz, von dem wir einen guten Blick hatte und der nur in der Wartezeit als Sitzplatz diente. Wie die zwei Personen neben mir während des Konzert sitzen bleiben konnten, ist mir auch ein Rätzel. Zu der Musik abzugehen, ist für mich so ein natürlicher Vorgang wie das Atmen.

Sunset Sons

In der ersten Reihe war ich bei Sunset Sons mit der lieben Jasmin vom Blog Pandaversum, von der auch die schönen Fotos stammen. Die britisch-australische Indie-Band spielte im Luxor, einer kleinen und gemütlichen Location in Köln. Zum ersten Mal gesehen habe ich sie 2015 als Vorband von Imagine Dragons und habe mich direkt in die Musik und die Stimme des Sängers verliebt, die auf dem Konzert wieder ganz wunderbar zur Geltung kam. Zu meiner Freude waren auch meine absoluten Favourits dabei. Im Unterschiedlich zu Sum41 sind Sunset Sons auch Fan bezogener, sie haben ihren Merch selbst verkauft und haben sich Zeit für Fotos und Gespräche genommen. Jasmin und ich haben die Setlist ergattert und haben sie uns unterschreiben lassen – ein tolles Erinnerungsstück.

Durch ihre sympathische Art haben sie wiederum geschafft, einer meiner Lieblingsband zu werden, sie haben dadurch meine Liebe zu ihrer Musik noch weiter verstärkt. Hätte Deryck nur ein Satz mit mir gewechselt bzw. einen begrüßt, hätte ich auch sie noch mehr gefeiert – so bleibt die Liebe für ihre Musik und die Erinnerung daran, dass man andere Menschen niemals idealisieren sollte und das man Kunst und Künstler*innen von einander zu trennen hat.

Gebloggt im Januar

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Bücher, Bücher, Bücher – was möchte ich 2020 lesen?
Mein Bullet Journal & ich
Ein Fest der Fantasy: Die unendliche Geschichte | Rezension
Leben auf dem Dorf vs. in der Stadt | Kolumne

Im neuen Jahr ist auch meine neue Blog Seite online gegangen. Die Aufrufezahlen und Kommentare blieben erst aus und ich fragte mich schon, ob was mit der Gestaltung und den Beiträgen nicht stimmmt. Aus diesem Grund habe ich mich sehr über die Kommentare zu meiner Dorf vs. Stadt Kolumne gefreut, danke! Dieser Beitrag hat sich spontan ergeben und hier war ich mir nicht sicher, ob Interaktion kommen werden oder nicht. Teilweise ähnelt das ganze einem Glückspiel. Mein Blog bleibt erst einmal, ich habe einfach zu viele Ideen und zu viel Redebedarf und würde ein schönes Hobby missen.

Was habt ihr im Januar erlebt?
Habt ihr schon Stars getroffen und wie sind da eure Erfahrungen?

 

1 Kommentare

  1. Also wirklich Stars habe ich noch nicht getroffen, ich habe Oliver Pocher halt mal Live gesehen und da ich seine Show eher in einer kleinen Stadt besucht habe, war das halt auch sehr familiär und er ist oft ins Publikum und hat einen mit eingebunden. War auf jeden Fall sympathisch. Durch die Teilnahme meines Besten bei The Voice habe ich dann mal Thore kennengelernt. Wir hatten da ein kurzes Interview und da war er auch freundlich und hat auch als das vorbei war dann noch ein paar Worte mit uns gewechselt und uns noch ne schöne Zeit gewünscht. Ich kann da also bisher nichts negatives berichten. Mal schauen, ob sich das mit den ersten Convention-Besuche in der Zukunft ändert. Denke, dass man da doch ab und an überrascht sein wird, wir manche Darsteller privat sind. Wobei ich halt auch nicht mehr dazu tendiere Schauspieler zu idealisieren (ausgenommen jetzt mal die Hauptdarsteller von Supernatural :D. Das hat aber eher nostalgische Gründ wie du weißt), sodass mir mittlerweile bewusst ist, dass sie nicht wie ihre Figuren sind und privat komplett anders. Ich glaube, dass man das in der Jugend wesentlich öfter vergisst, da habe ich jeden Promi angehimmelt und schön geredet, den ich mochte. Das ändert sich halt mit dem Erwachsenwerden und man beginnt wie du auch schreibst: Kunst und Künstler zu trennen. Auch wenn jemand privat unfreundlich ist, würde ich mir nicht die Lieblingsserie verderben lassen, da sind ja noch mehr Leute dran beteiligt und es geht ja auch um den emotionalen Wert. Die Art und Weise wie es einem durch schwere Phasen geholfen hat, das ist ja eh unabhängig von der Person und deren Ansichten oder Verhalten.

    Ansonsten aber doch ein schöner Monat, vor allem auch super, dass du dir auch Auszeiten von der Bacherlorarbeit genommen hast. Das ist echt wichtig. Ich versuche das ja zumindest auch mit einem Tag die Woche :D. Klappt mal besser, mal schlechter. Aktuell geht es nicht, weil halt Prüfungswoche ansteht. Aber in den Semesterferien will ich mir auch einen Wochentag für mich nehmen und den Blocken. Braucht man einfach um mal auszuatmen.

    Dankeschön für das liebe Kommentar und Kompliment Nadine.

    Freut mich, dass sogar noch zwei Serien für dich mich dabei waren. Also über Killing Eve habe ich halt echt nur Gutes gehört, ist auch jedes Mal Emmy-nomiert und hat mit Sandra Oh ja auch einen im Hauptdarsteller Bereich bekommen. Das die Serie nun schon um eine vierte Staffel verlängert wurde, ist ja auch ein positives Zeichen. Und bei „The Politican“ muss ich halt schon wegen meines Studienganges reingucken und dazu noch Ryan Murphy und Brad Falchuck. Weiß nicht, ob du von denen schon mal ne Serie gesehen hast, aber die sind immer zu empfehlen. Die beiden gehen immer ihre ganz eigenen Wege – das mag man oder halt nicht. Aber ich mag es in den meisten Fällen.

    Wie du weißt bin ich auch gespannt auf die restlichen Folgen von True Detective und nun auch froh, wenn ich damit bald loslegen kann. Jetzt nähern sich die Semesterferien ja endlich und sind in greifbarer Nähe :D. Über die Frauenquote hatten wir es ja schon mal, ist halt bei einer Serie, die sich der Dynamik zwischen zwei Partnern halt schwierig und für mich nun auch kein Muss. Da steht halt echt mal die komplizierte Beziehung im Mittelpunkt. Bei Downton Abbey muss ich halt erstmal gucken, ob mir das zusagt. Hab da aktuell noch so gar keine Erwartungen dran, weil das niemand aus meinem Umfeld schaut – bis auf dich :D.

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