Bücher, die mich geprägt haben (Teil 2)

Bücher hatten in meiner Kindheit und Jugend einen großen Stellenwert. Heute stelle ich drei weitere vor, die mich besonders geprägt haben. Los geht’s.

Tintenherz

Nachdem ich am Sonntag Die Wilden Hühner erwähnt habe, ist wieder eine Reihe der deutschen Autorin Cornelia Funke mit dabei. Diese habe ich im Anschluss an die Harry Potter Bücher gelesen, die bei mir eine Begeisterung für das Fantasygenre ausgelöst hat. An der Tintenherz Trilogie hat mich damals wie heute die Idee begeistert, dass Bücher eine Eigendynamik besitzen, die dortige Welt über die letzte Seite hinaus existieren und die Geschichte selbstständig weitergespannt wird. Das mit dem Vorlesen wollte bei mir nie funktionieren. Leider besitze ich die besondere Fähigkeit der beiden Protagonisten Mo und Maggie nicht, auch wenn ich gerne die Möglichkeit besitzen würde, in meine Lieblingsbücher zu reisen und dort mit den Protagonisten Abenteuer zu erleben.

Im zweiten Band wird der Schauplatz in die Tintenwelt verlagert. Ich mochte die Zeichnung des „mittelalterlichen“ Settings mit seinen Gaukler, die von Ort zu Ort reisen und die Fürsten, die von Burgen regieren (mittlerweile hat sich mein Wissensstand dazu geändert, aber als zehnjährige entsprach es meinen Vorstellungen). Besonders zu empfehlen sind die Hörbücher von Rainer Strecker. Mit der musikalischen Zwischenmelodie kommt die richtige Stimmung für das Buch auf.

Letztes Jahr habe ich mit einer Freundin die Trilogie noch einmal gelesen, da sie wie ich, die Reihe als Kind geliebt hat. Es war schön, wieder Erinnerung aufkommen zu lassen und sich wie in einer Art Déjà-vu immer wieder an Dinge zu erinnern. Die Reihe hat für mich immer noch funktioniert und Staubfinger bleibt mein Lieblingscharakter. Nur warum wir Farid früher mochten, konnten wir beide nicht verstehen. Den dritten Band hatte ich auch weniger brutal in Erinnerung.

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Andorra

Während die meisten meiner Mitschüler es gehasst haben, Bücher für die Schule zu lesen, waren dies für mich meine Lieblingseinheiten. Hier konnte ich punkten. Besonders geprägt hat mich das Drama Andorra des Schriftstellers Max Frisch. In Andorra, einem fiktiven Staat, wird der Junge Andri mit dem Antisemitismus der dort lebenden Menschen konfrontiert. Diese begegnen ihn mit Vorurteilen, denen er sich mit der Zeit anpasst und sie verinnerlicht. Obwohl es schon lange her ist, dass ich es gelesen habe, kann ich mich an das Ende noch in allen Einzelheiten erinnern. Es hat mich sprachlos zurück gelassen und mich nachdenklich gemacht. Was machen Vorurteile mit einem Menschen? Wie passt sich  das eigene Selbstbild dem Fremdbild, dem andere einen entgegen bringen, an? Es gibt wenige Bücher, die mich so lange noch beschäftigt haben und mich dazu gebracht haben, mich mit Themen wie Antisemitismus verstärkt auseinander zu setzen. Ich bin froh darüber, das Buch damals in der Schule gelesen zu haben. Es hat in vielerlei Weise meine Sicht auf verschiedene Dinge verändert.

Vampire Academy/ Bloodlines

Ich konnte damals nie verstehen, dass die Biss Bücher so gehypt wurden und die Vampire Academy Reihe nicht. Dabei ist letztere so viel besser! Als Jugendliche habe ich diese Reihe beinahe abgöttlich geliebt und nach Harry Potter ein „Fandom“ für mich entdeckt. Die Protagonistin Rose kann sich im Gegensatz zu Bella selbst verteidigen und muss nicht beschützt werden. Sie macht eine Entwicklung durch und wird von einem vorlauten Teenager, zu einer selbstbewussten jungen Frau. Sie ist ein Dhampir, halb Mensch, halb Vampir und wird dazu ausgebildet später ihre beste Freundin Lissa zu beschützen. Diese ist ein Moroi, die „guten“ sterbliche Vampire. Daneben gibt es die Strigoi, die bösen, untoten Vampire. Wie es in Jugendbüchern meist üblich ist, spielt auch hier Romantik eine Rolle, Sie überschattet aber nicht sämtliche Handlungen. Zudem ist Vampire Academy im Gegensatz zu den Biss Büchern um einiges düsterer und brutaler. Die Definition eines Cliffhangers habe ich durch die Reihe kennengelernt, die oft fies enden. Besonders nach der Wendung im vierten Band, wollte ich das Buch nur noch gegen die Wand werfen (kennt jemand die Szene in Silver Linings – das bin ich). In der nachfolgenden Spin-off Reihe Bloodlines hatte ich dann zum ersten Mal begonnen Bücher auf Englisch zu lesen, weil ich nicht auf die deutsche Übersetzung warten wollte. Dort steht statt Rose die Alchemisten Sydney Sage im Vordergrund, die mit ihrer eigenen Art und ihrem rationalen Wesen den Moroi Adrian für sich gewinnt (und zudem natürlich die Welt der Vampire und der Menschen gleichermaßen rettet)

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Welche Bücher sind euch gut in Erinnerung geblieben?
In welches Buch würdet ihr gerne reisen?
Ich hoffe, der Beitrag hat euch gefallen, hier kommt ihr zum ersten Teil.

5 Kommentare

  1. Guten Morgen!

    Ich liebe ‚Vampire Academy‘! Ich habe die Reihe zwar leider nicht fertig gelesen, aber sie ist wirklich genial! Cool, dass du die Bücher auch kennst! 🙂

    Liebste Grüße
    Wiebi

  2. Schön, dass du die Reihe auch kennst! Ich habe das Gefühl, dass die in Deutschland leider etwas unter gegangen ist! Bei welchem Teil bist du ? 🙂

  3. Gute Frage … ich glaube, im Regal stehen drei Bände. Und das auch schon seit Jaaaaaaaahren. Beendet habe ich sie leider nie.

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