7 gute Gründe für Crazy Ex Girlfriend

Am 13. März startet auf Netflix die vierte Staffel von Crazy Ex Girlfriend. Aus diesem Grund habe ich heute für euch sieben gute Gründe, warum ihr euch die Serie anschauen solltet. Doch erst einmal, worum geht es? In Crazy Ex-Girlfriend beschließt die erfolgreiche, jedoch unglückliche Anwältin Rebecca Bunch, nach einem zufälligen Aufeinandertreffen mit ihrer Jugendliebe Josh Chan ihre Zelte in New York abzubrechen und Josh nach West Covina (Kalifornien) hinterher zu ziehen.

[TW: Psychische Erkrankung, Suizid und Alkoholsucht in der Serie,
keine explizierte Erwähnung im Text]

1. Kein Zurückschrecken von ernsten & kontroversen Themen

Im Vergleich zu damals ist die Gesellschaft offener gegenüber psychischen Erkrankungen und dennoch ist es auch heute immer noch verstärkt ein Tabu-Thema und oft werden Betroffene stigmatisiert. Daher freut es mich, wenn psychische Erkrankungen Einzug in Literatur, Filme und Serie finden, die von einer breiten Bevölkerungsschicht konsumiert werden. Wichtig dabei ist eine akkurate Darstellung, die dabei helfen kann, mit Vorurteilen aufzuräumen und eine Sensibilisierung für das Thema zu schaffen. Dies findet in Crazy Ex-Girlfriend statt. Es wird gezeigt, wie sehr eine Diagnose Betroffenen helfen kann, das Wissen, was mit einem los ist und wie schwer es für das Umfeld ist, die geliebte Person so zu sehen. Positiv anzumerken ist, dass keine Romantisierung eines Selbstmordversuchs stattfindet.

Daneben wird, ebenfalls angemessen, Alkoholsucht behandelt und aufgezeigt, wie es bis zu einem gewissen Punkt vor dem Umfeld versteckt werden kann. Crazy Ex-Girlfriend wagt sich auch an einem kontroversen Thema wie Abtreibung heran und zeigt mit der Wahl einer verheirateten, erwachsenen Frau die Bedeutung von Selbstbestimmung über sein eigenes Leben und Körper.

Etwas das sie Serie anders macht als andere, ist die weiblichen Protagonisten über ihre Periode sprechen zu lassen. Erinnert ihr euch an eine Serie oder an einen Film, wo das der Fall war? Also ich nicht, man spricht nicht über seine Periode und Tampons werden übergeben, als würde man ein Drogendeal durchführen. Und Gott, nervt mich das! In Crazy Ex-Girlfriend wird das Natürlichste der Welt nicht tabuisiert. Besonders für junge Mädchen finde ich es wichtig.

„I still get a very heavy period. It’s like the Earth cracking open and a hot lava“ – Paula

2. Adios „Rom-Com“ Klischees

Wer kennt es nicht, dieser Moment in Filmen, wenn einer der Protagonisten nach einem Streit wegfliegen will und die andere Person versucht noch rechtzeitig anzukommen, es natürlich schafft, seine Liebe offenbart und schließlich fliegt die Person doch nicht. Obwohl es so offensichtlich ist, bauen Filmmacher*’innen diese Szene am Ende und weitere Klischeemomente ein. Mit dieser Erwartung der Zuschauer*innen spielt Crazy Ex-Girlfriend in einigen Moment, um sie dann fallen zu lassen. Eine angenehme Abwechslung. So wird in einem Song High School Musical und Camp Rock parodiert, denn Heather, die fertig mit der Universität ist und keine Ahnung hat, was sie danach machen möchte, hat keine Lust „The Moment is me“ zu singen und singt es daher wunderbar unmotiviert und genervt, während die Leute hinter ihr Tanzen und Räder schlagen.

3. Diversität!

Rachel ist Jüdin, Josh Chan, ihr Love Interest ein „Asian American“, White Josh ist homosexuell – nur um ein paar Beispiele zu nennen. Es ist nicht so, dass Josh, „der Asiate“ ist oder White Josh ist „der Schwule“, nur um eine Diversitätsquote zu erfüllen. Nein, sie sind keine Stereotypen. Es ist auch nicht diese eine Eigenschaft, die sie kennzeichnet, sondern es nur eine Sache von vielen. Und während in Serien Bisexualität nur wenig Repräsentation findet und Coming Outs meistens für junge Menschen vorbehalten sind, lässt Crazy Ex-Girlfriend einen Ü40 Mann einen „Getting Bi Song“ singen, in dem Bisexualität sogar erklärt wird. Hört es euch auf YouTube an, damit ich mit meinem Ohrwurm nicht allein bin.

4. „echte“ Charaktere & keine Stereotype

Diesen Punkt habe ich oben schon mit White Josh angerissen. Er ist kein Stereotyp und mehr als ein Kumpel von Josh und bekommt mit Darryl seinen eigenen Handlungsstrang. Und mit dem Song „Fit Hot Guys Have Problems Too“ wird Männern in Serien erlaubt zu weinen. Daneben gibt es mit Valencia und Rebecca eine Frauenfreundschaft, sie bleiben wegen Josh nicht zwei eifersüchtige Feinde. Ebenso ist Rebecca keine perfekte Protagonistin. Sie ist ein Mensch mit positiven und negativen Eigenschaften, die gute und schlechte Dinge macht. Sie entwickelt sich über die Staffeln hin weg weiter und besonders in der letzten Folge der dritten Staffel hat sie mich beeindruckt.

6. Die Musicalelemente

Der Humor der Serie kommt besonders in den Songs raus, wo es sich lohnt genauer auf den Text zu achten. Die Songs sind echte Ohrwürmer und auf Spotify läuft die Playlist bei mir rauf und runter. In Crazy Ex-Girlfriend werden alle möglichen Songs und Musicals nachgedreht und parodisiert, so zum Beispiel „I kissed a girl“ oder aus „Mamma mia, here I go again“ wird ‚The First Penis I Saw‘. In „Settle For Me“ versucht Greg, Rebecca davon zu überzeugen, mit ihm auszugehen, obwohl er weiß, dass sie in Josh verliebt ist und er nur die zweite Wahl wäre. In einem Alternativ Liebessong tanzen sie in schwarz. weiß Tanz in Stil von dem Musical Top Hat (1935).

 7. Rachel Bloom

Der Star der Show: Rachel Bloom, die für ihre Leistung 2016 den Golden Globe Awards in der Kategorie Best Actress – Television Series Musical or Comedy erhalten hat. Allein ihre schauspielerische Leistung, unglaublich witzig und brillant gespielt, ist ein Grund die Serie anzuschauen.

Und wollt ihr nach den sieben Punkten die Serie anschauen?
Konnte ich euch überzeugen oder nicht?
Oder habt ihr die Serie vielleicht schon gesehen? Was haltet ihr von ihr?
Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

 

 

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